
In der zeitgenössischen Uhrmacherei bleibt die Farbe oft auf das Zifferblatt beschränkt. Einige wenige Manufakturen wagen es, weiterzugehen und sie in die Mechanik selbst zu integrieren, wodurch das Uhrwerk zu einem eigenständigen Gestaltungselement wird. Mit der Orbit Midnight Purple beweist Armin Strom einmal mehr, dass ihr Ansatz nie darin besteht, Trends zu folgen, sondern sie neu zu erfinden.
Auf lediglich 20 Exemplare limitiert, begnügt sich diese neue Ausführung der Orbit nicht damit, ihr emblematisches, rauchiges Zifferblatt in ein tiefes Violett zu kleiden. Zum ersten Mal setzt die Schweizer Manufaktur diese chromatische Identität bis auf die Platine des Uhrwerks fort und schafft so eine visuelle Kontinuität, die in der zeitgenössischen Haute Horlogerie nur selten zu beobachten ist.
Auf dieser Seite
Eine Farbe, die zur Signatur geworden ist

Bei Armin Strom ist das Midnight Purple keine bloße Stilübung.
Dieser kraftvolle Farbton gehört inzwischen zur Identität der unabhängigen Manufaktur aus Biel. Aus dem kreativen Universum von Armin Strom selbst hervorgegangen, etabliert er sich heute als eine wahrhaftige ästhetische Sprache.
Das rauchige Zifferblatt, dessen leuchtendes Violett sich zu seinem Rand hin allmählich verdunkelt, spielt mit dem Licht, um die Tiefe der für die Kollektion Orbit charakteristischen offenen Architektur zu betonen. Unter dieser Komposition zeigt sich nunmehr eine körnig strukturierte, in Midnight Purple gehaltene Platine, die durch die Öffnungen des Zifferblatts sichtbar wird und dieses Gefühl von Relief auf natürliche Weise fortsetzt.
Das Ergebnis ist spektakulär, ohne jemals ins Überschwängliche abzugleiten. Die Farbe tritt mit der Mechanik in einen Dialog, statt sie zu verdecken.
Eine Komplikation, die zum Verschwinden gedacht ist

Berühmt geworden ist die Orbit jedoch nicht dank ihres Zifferblatts.
Bei ihrer Vorstellung im Jahr 2022 erregte sie sofort Aufmerksamkeit durch eine Innovation, die in ihrem Prinzip ebenso einfach wie in ihrer Umsetzung raffiniert war: das erste Datum auf Abruf, integriert in eine Keramiklünette.
Die Idee ist beinahe philosophisch. Warum eine Information dauerhaft anzeigen, die der Träger nur gelegentlich benötigt?
Bei Armin Strom lässt ein einfacher Druck auf den Drücker bei 10 Uhr den Datumszeiger erscheinen, der das Datum sogleich auf der Lünette anzeigt. Ein erneuter Druck genügt anschließend, um ihn wieder verschwinden zu lassen, indem er dezent in seine Ausgangsposition bei 12 Uhr zurückkehrt. Währenddessen setzt der Mechanismus seinen täglichen Fortschritt ganz natürlich fort und aktualisiert sich um Mitternacht automatisch.
So gewinnt das Zifferblatt seine ganze Reinheit zurück, wenn das Datum nicht abgefragt wird.
Eine Komplikation, die unser Verhältnis zur Information hinterfragt, weit über die reine mechanische Meisterleistung hinaus.
Das Kaliber ASS20, Schaufenster des Könnens von Armin Strom

Im Herzen dieser Orbit Midnight Purple schlägt das Manufakturkaliber ASS20, vollständig intern entwickelt und produziert.
Seine Architektur setzt einen Mechanismus mit Säulenrad für die Aktivierung des Datums ein, während das berühmte, von Armin Strom patentierte Federhaus mit konstanter Kraft eine gleichmäßige Energieübertragung während der gesamten 72 Stunden Gangreserve gewährleistet.
Dieses Streben nach chronometrischer Stabilität gehört zur technischen DNA des Hauses. Wo sich viele auf die Anhäufung von Komplikationen konzentrieren, bevorzugt Armin Strom die Verbesserung der grundlegenden Funktionsweise des Uhrwerks.
Auch die automatische Mikrorotor-Aufzugsmasse trägt zu diesem Willen zur Offenheit bei, indem sie die mechanische Architektur weitgehend sichtbar lässt.
Wenn die Finissierungen zum Schauspiel werden

Eine der großen Stärken von Armin Strom liegt in der Fähigkeit, die Mechanik lebendig werden zu lassen.
Durch den Saphirglasboden entdeckt das Auge eine Abfolge von durchbrochenen Brücken, rhodinierten Bauteilen, von Hand polierten Kanten, Perlage, Einfassungen und traditionellen Finissierungen, die vom Ausführungsniveau der Manufaktur zeugen.
Die neue violette Platine wirkt hier wie ein Hintergrund, der die Kontraste zwischen den verschiedenen Bauteilen des Uhrwerks verstärkt. Mehr als eine bloße Oberflächenbehandlung, trägt sie voll und ganz zur Lesbarkeit der Architektur bei.
Wie alle Kreationen des Hauses wird jede Uhr vollständig zusammengesetzt, wieder zerlegt und anschließend ein zweites Mal montiert, bevor sie ihrer Endkontrolle unterzogen wird – eine anspruchsvolle Methode, die zu einer der qualitativen Signaturen von Armin Strom geworden ist.
Eine markante Präsenz am Handgelenk

Mit ihrem 43,4 mm großen Stahlgehäuse, kombiniert mit einer fixen Lünette aus schwarzer Keramik, bekennt sich die Orbit voll und ganz zu ihrer zeitgenössischen Persönlichkeit.
Das integrierte Stahlarmband verstärkt diesen Eindruck von Homogenität, während die facettierten, von Hand polierten und mit Super-LumiNova® gefüllten Zeiger für eine ausgezeichnete Ablesbarkeit sorgen.
Die leuchtenden Ziffern bei 12 Uhr und 6 Uhr, vollständig aus massiven Blöcken leuchtenden Materials gefertigt, verleihen ihrerseits eine besonders originelle nächtliche Identität.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Marke | Armin Strom |
| Modell | Orbit Midnight Purple |
| Serie | Limitierte Edition, 20 Exemplare |
| Gehäuse | Stahl, 43,4 mm, fixe Lünette aus schwarzer Keramik |
| Zifferblatt | Rauchig Midnight Purple, körnig strukturierte violette Platine |
| Komplikation | Datum auf Abruf (Drücker bei 10 Uhr, Anzeige auf Keramiklünette) |
| Uhrwerk | Manufakturkaliber ASS20, automatischer Mikrorotor, patentiertes Federhaus mit konstanter Kraft |
| Gangreserve | 72 Stunden |
| Armband | Integriert, Stahl |
| Preis | 36 000 CHF |
Unsere Meinung

In einem Markt, in dem sich limitierte Editionen bisweilen auf einen bloßen Farbwechsel beschränken, beweist Armin Strom, dass eine ästhetische Weiterentwicklung auch die mechanische Lesbarkeit einer Uhr bereichern kann.
Die Orbit Midnight Purple sucht nicht allein durch ihr spektakuläres Violett zu bezaubern. Sie bestätigt vor allem die Kohärenz einer Manufaktur, die Jahr für Jahr eine unmittelbar wiedererkennbare Identität aufbaut, in der Design, Innovation und Haute Horlogerie in dieselbe Richtung voranschreiten.
Die Komplikation des Datums auf Abruf bleibt eine der intelligentesten Ideen, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind. Indem sie die Anzeige unterdrückt, wenn diese überflüssig wird, gibt sie dem Wesentlichen wieder seinen Platz zurück: dem Ablesen der Zeit.
Auf lediglich 20 Exemplare limitiert und zum Preis von 36 000 Schweizer Franken angeboten, richtet sich diese Orbit Midnight Purple naturgemäß an einen kleinen Kreis von Sammlern. Doch über ihre Seltenheit hinaus erinnert sie daran, dass es noch immer Manufakturen gibt, die zu innovieren vermögen, ohne dem Überbietungswettbewerb nachzugeben – schlicht dadurch, dass sie unsere Art, mit einer Uhr zu interagieren, neu denken.
Häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine auf 20 Exemplare limitierte Edition.
Sie wird zum Preis von 36 000 Schweizer Franken (CHF) angeboten.
Ein Druck auf den Drücker bei 10 Uhr lässt den Datumszeiger auf der Lünette erscheinen; ein erneuter Druck lässt ihn bei 12 Uhr verschwinden. Der Mechanismus aktualisiert sich um Mitternacht automatisch.
Das Manufakturkaliber ASS20, ausgestattet mit einem Säulenrad für das Datum, dem patentierten Federhaus mit konstanter Kraft von Armin Strom, einem automatischen Mikrorotor und 72 Stunden Gangreserve.
Ein Stahlgehäuse von 43,4 mm mit fixer Lünette aus schwarzer Keramik und integriertem Stahlarmband.



Schreibe einen Kommentar