
In der zeitgenössischen Uhrmacherkunst entsteht Innovation nicht immer durch eine neuartige Komplikation oder ein neues Werk. Manchmal liegt sie in einer einfachen Idee: jene ins Licht zu rücken, deren Arbeit oft unsichtbar bleibt. Die Kunsthandwerker, die ein Zifferblatt formen, eine Textur gravieren oder einem Material Leben einhauchen, stehen selten im Rampenlicht – dabei prägen sie die Identität einer Uhr maßgeblich mit.
Genau diese Philosophie treibt Lebois & Co mit der Lancierung seiner neuen Kollektion Heritage Atelier Small Seconds an. Mehr als nur eine ästhetische Weiterentwicklung markiert sie die Geburtsstunde von „The Atelier“, dem ersten Raum eines kreativen Universums namens „La Maison Lebois“, das als Ort der Begegnung zwischen der Marke und den besten unabhängigen Kunsthandwerkern der Schweiz gedacht ist.
Um dieses neue Abenteuer einzuläuten, präsentiert Lebois & Co zwei Uhren, die dieselbe Architektur teilen, aber zwei ganz unterschiedliche Geschichten erzählen: die Heritage Atelier Small Seconds Clous de Paris und die überraschende Heritage Atelier Small Seconds Stroopwafel®.
Auf dieser Seite
- Ein neues Kapitel für ein unabhängiges Haus
- GT Cadrans: die Kunst des Zifferblatts auf höchstem Niveau
- Clous de Paris: ein neu interpretierter Klassiker
- Wenn eine niederländische Spezialität eine Schweizer Uhr inspiriert
- Eine Uhr, die ihr Zifferblatt sprechen lässt
- Eine andere Art, über Handwerkskunst zu sprechen
- Zwei Zifferblätter, eine gemeinsame Philosophie
- Häufig gestellte Fragen
Ein neues Kapitel für ein unabhängiges Haus

Kenner der Marke erinnern sich vielleicht an das Projekt namens Café Lebois, das in den letzten Monaten von Gründer Tom van Wijlick erwähnt wurde.
Die Idee hat sich weiterentwickelt. Statt ein einzelnes Konzept zu verfolgen, entwirft Lebois & Co nun ein weit größeres Universum, das aus mehreren „Räumen“ besteht, die nach und nach eröffnet werden. Der erste von ihnen trägt den Namen The Atelier.
Das Ziel ist klar: die spezialisierten Ateliers ins Rampenlicht zu rücken, die die raffiniertesten Bestandteile einer Uhr hervorbringen, und dabei ihre Geschichte zu erzählen. Ein besonders zeitgemäßer Ansatz in einer Ära, in der die unabhängige Uhrmacherei zunehmend die Menschen hinter den Kreationen würdigen möchte, statt limitierte Editionen ohne echte Erzählung zu vervielfachen.
GT Cadrans: die Kunst des Zifferblatts auf höchstem Niveau

Für diese erste Zusammenarbeit wandte sich Lebois & Co ganz natürlich an GT Cadrans.
Das in Lonay im Kanton Waadt ansässige Schweizer Unternehmen gilt heute als einer der renommiertesten unabhängigen Zifferblatt-Spezialisten. Sein Atelier vereint mehr als dreißig verschiedene Berufe, die traditionelle handwerkliche Techniken mit den modernsten Fertigungsverfahren verbinden.

In der Uhrenindustrie gehört GT Cadrans zu jenen Unternehmen, deren Name der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt ist, obwohl ihr Know-how regelmäßig von Häusern höchsten Niveaus gefragt ist.
Diese Zusammenarbeit ergibt somit vollkommen Sinn: jene zu feiern, die fernab des Rampenlichts einer Uhr ihre visuelle Identität verleihen.
Clous de Paris: ein neu interpretierter Klassiker

Die erste Kreation schöpft ihre Inspiration aus einem der emblematischsten Motive der traditionellen Uhrmacherei.
Das Clous-de-Paris-Dekor überdauert die Jahrhunderte, ohne je an Eleganz zu verlieren. Es besteht aus einer Vielzahl winziger, perfekt ausgerichteter Pyramiden, spielt subtil mit dem Licht und verleiht der Zifferblattoberfläche Tiefe sowie ein Gefühl von Reliefstruktur.
Für diese Interpretation begnügte sich GT Cadrans nicht damit, ein klassisches Dekor aufzutragen.

Das Muster entsteht durch eine akribische Diamantschliff-Arbeit, die jede Facette das Licht mit erstaunlicher Feinheit reflektieren lässt. Anschließend erhält das Zifferblatt eine galvanische Behandlung mit einer Lösung auf Basis von 24-karätigem Gold, um einen zarten Roségoldton zu erzielen. Je nach Lichteinfall verändern sich die Reflexe fortwährend und verleihen dem Zifferblatt eine besonders lebendige Präsenz.
Das Ergebnis besticht durch große Zurückhaltung. Nichts wirkt aufdringlich, alles beruht auf der Qualität der Finissage und der Vielfalt der Lichtspiele.
Wenn eine niederländische Spezialität eine Schweizer Uhr inspiriert

Auf den ersten Blick fällt es schwer, sich vorzustellen, dass eine Leckerei zur Inspirationsquelle für die Uhrmacherei werden könnte.
Und doch ist genau das auf einer Uhrenmesse in New York im Jahr 2024 geschehen. Die berühmten Stroopwafels, die das Team von Lebois & Co mitgebracht hatte, um sie mit Partnern und Händlern zu teilen, lösten einen unerwarteten Gedanken aus: Was, wenn ihre charakteristische Textur zum Ausgangspunkt eines Zifferblatts würde?
Die Idee mochte ungewöhnlich erscheinen. Und doch wurde sie Wirklichkeit.

Das Ergebnis ist wohl eine der originellsten Kreationen des Jahres. Das Zifferblatt bildet das gewebte Muster naturgetreu nach, das diese traditionelle, Anfang des 19. Jahrhunderts in Gouda entstandene Spezialität kennzeichnet.
Mittels einer äußerst präzisen Lasergravur umgesetzt, wird diese Textur anschließend durch eine karamellfarbene galvanische Veredelung veredelt, die auch hier mit einer Lösung auf Basis von 24-karätigem Gold erzielt wird.
Mit bloßem Auge erinnert das Zifferblatt sofort an das berühmte niederländische Gebäck. Unter der Lupe offenbart es ein bemerkenswertes Detailniveau, das von der technischen Meisterschaft GT Cadrans‘ zeugt.
Weit entfernt von einem simplen kulinarischen Augenzwinkern, veranschaulicht diese Kreation eindrucksvoll, wie die zeitgenössische Uhrmacherei ihre Inspiration in unerwarteten kulturellen Bezügen finden kann.
Eine Uhr, die ihr Zifferblatt sprechen lässt

Beide Modelle basieren auf einer bewusst klassischen Grundlage, um der Arbeit am Zifferblatt den gesamten Raum zu lassen.
Das Edelstahlgehäuse mit 37,8 mm zeigt besonders ausgewogene Proportionen. Seine Höhe von 10,5 mm verleiht ihm eine dezente Eleganz, die durch ein doppelt gewölbtes Saphirglas unterstrichen wird, das die Tiefe der Texturen betont.

Der transparente Gehäuseboden erlaubt den Blick auf das automatische Kaliber LC-350, ein Schweizer Uhrwerk mit COSC-Chronometerzertifizierung, das 56 Stunden Gangreserve bietet und Stunden, Minuten sowie eine kleine Sekunde anzeigt.
Diese bewusst reduzierte Architektur rückt ganz natürlich das eigentliche Thema der Uhr in den Vordergrund: ihr Zifferblatt.
Eine andere Art, über Handwerkskunst zu sprechen

Mit dieser Kollektion regt Lebois & Co letztlich zu einer interessanten Überlegung an, was unabhängige Uhrmacherei heute sein kann.
Statt mit einer spektakulären Komplikation oder einer Flut limitierter Editionen zu beeindrucken, entscheidet sich die Marke dafür, die Geschichten zu erzählen, die sich hinter den Bestandteilen einer Uhr verbergen.

Dieser Ansatz ist umso stimmiger, als die beiden Heritage Atelier Small Seconds keine nummerierten Limited Editions sind. Ihre Produktion erfolgt in kleinen Chargen, die sich direkt nach der für die handwerkliche Fertigung ihrer Zifferblätter benötigten Zeit richten.
Die ersten Bestellungen werden ab dem 27. Juli 2026 nur vierzehn Tage lang möglich sein – eine originelle Art, den Rhythmus der Fertigung statt den des Marketings zu respektieren.
Zwei Zifferblätter, eine gemeinsame Philosophie

Mit den Heritage Atelier Small Seconds Clous de Paris und Stroopwafel® präsentiert Lebois & Co nicht nur zwei neue Uhren. Die Marke läutet eine neue Art ein, Uhrmacherei zu erzählen.
Indem sie die Kunsthandwerker in den Vordergrund stellt, die die feinsten Bestandteile eines Zeitmessers formen, erinnert sie daran, dass eine Uhr vor allem ein Gemeinschaftswerk ist, bei dem jedes Detail auf oft unbekanntem Können beruht.
Ob emblematisches Motiv der Uhrmachertradition oder eine von einer niederländischen Spezialität inspirierte Textur – beide Kreationen zeigen, dass es rund um ein Zifferblatt noch viele Geschichten zu erzählen gibt.
Und wenn The Atelier nur der erste Raum von La Maison Lebois ist, darf man gespannt sein, welche weiteren Türen die Marke als Nächstes öffnen wird.
Häufig gestellte Fragen
Sie ist die erste Kollektion von „The Atelier“, dem neuen kreativen Raum von „La Maison Lebois“, der Lebois & Co mit den besten unabhängigen Schweizer Kunsthandwerkern zusammenbringt. Sie umfasst zwei Modelle: Clous de Paris und Stroopwafel®.
Die Zifferblätter stammen von GT Cadrans, einem in Lonay im Kanton Waadt ansässigen Schweizer Unternehmen, das als einer der renommiertesten unabhängigen Zifferblatt-Spezialisten gilt und über dreißig verschiedene Berufe in seinem Atelier vereint.
Das Muster entsteht durch eine minutiöse Diamantschliff-Arbeit und erhält anschließend eine galvanische Behandlung mit einer Lösung auf Basis von 24-karätigem Gold, wodurch ein zarter Roségoldton entsteht.
Die Idee entstand 2024 auf einer Uhrenmesse in New York, als von Lebois & Co mitgebrachte Stroopwafels die charakteristische Textur dieser niederländischen Spezialität als Vorbild für ein Zifferblatt inspirierten. Es wird per Lasergravur erzeugt und karamellfarben galvanisch veredelt.
Das Edelstahlgehäuse misst 37,8 mm bei 10,5 mm Höhe mit doppelt gewölbtem Saphirglas. Es beherbergt das automatische, COSC-zertifizierte Kaliber LC-350 mit 56 Stunden Gangreserve, das Stunden, Minuten und eine kleine Sekunde anzeigt.



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