
Ein neuer Zeitmesser bereichert das Museum von Eberhard & Co.: ein Originalexemplar der Contograf-Kollektion aus dem Jahr 1969. Dieses Modell fügt sich in die historische Kollektion ein, die zu Beginn der sechziger Jahre lanciert wurde und durch die das Haus seine Spezialität, die Chronographie, in einer Zeit tiefgreifenden Wandels für die Welt der Uhrmacherei zum Ausdruck brachte.
Unter dem Namen Contograf wurden über einen Zeitraum von nahezu zwanzig Jahren mehrere sportliche Chronographen produziert, die sich durch vielfältige technische und stilistische Lösungen auszeichneten, jedoch durch einen kühnen und originellen Ansatz im Design vereint waren. Diese Vision setzte sich über das Jahr 1969 hinaus unter der Leitung von Palmiro Monti fort, der die Führung des Hauses in einer für die traditionelle Schweizer Uhrmacherei komplexen Periode übernahm, die vom Aufkommen des Quarzes geprägt war.
Ein mechanischer Chronograph mit ausgeprägtem Charakter

Die Eberhard & Co. Contograf Referenz 31504 ist ein mechanischer Chronograph mit Handaufzug, ausgestattet mit zwei Zählern und einem Datumsfenster, angetrieben vom Kaliber EB 310-82. Es handelt sich um ein Chronographenkaliber mit Handaufzug mit fortlaufender Sekundenfunktion, Chronographen-Minutenzähler und Datum, konzipiert für die Messung kurzer Zeiten und um eine klare Ablesbarkeit der Chronographeninformationen zu gewährleisten.
Aus ästhetischer Sicht erinnert das ovale Gehäuse mit seinen geschwungenen Linien an bestimmte Modelle der Taucheruhren-Kollektion Scafograf, wie die Scafograf 400 und die Scafograf Super, ebenfalls von 1969. Das Ganze nimmt einen Stil an, der die Tendenzen der 1970er Jahre vorwegnimmt, mit einer grafischen und ansprechenden Ästhetik, Spiegelbild einer Welt, in der der sportliche Zeitmesser als Begleiter des Alltags gedacht ist, ohne dabei auf den Ausdruck von Persönlichkeit und Charakter zu verzichten.
Ein auf Ablesbarkeit ausgerichtetes Zifferblatt

Das Zifferblatt zeigt den Minutenzähler des Chronographen bei 3 Uhr mit einer originellen Anzeige, die eine erweiterte Ablesung bis zu 45 Minuten ermöglicht, eine Lösung, die sich bei zahlreichen Modellen der damaligen Zeit findet. Die fortlaufenden Sekunden nehmen ihren Platz bei 9 Uhr ein, während das Datumsfenster bei 6 Uhr positioniert ist.
Die Tachymeter- und Telemeterskalen zeichnen sich durch ihre ungewöhnliche Platzierung aus: Sie erscheinen nicht auf dem Zifferblatt, sondern sind auf der Innenfläche des Plexiglases aufgedruckt.

Die Uhr präsentiert sich mit einem wasserdichten Gehäuse aus rostfreiem Stahl von 43 mm Durchmesser, ausgestattet mit einem verschraubten Boden. Das schwarze Zifferblatt mit zwei weissen Zählern in symmetrischer Gestaltung übernimmt die Konfiguration „reverse panda“, konzipiert, um die Ablesbarkeit zu verbessern und durch den Wechsel der Farben einen konzentrischen visuellen Effekt zu erzeugen.
Die aufgesetzten Indizes sind leuchtend und von quadratischer Form, ebenso wie das bei 6 Uhr positionierte Datumsfenster, das den entsprechenden Index ersetzt, um die Symmetrie des Zifferblatts zu bewahren. Die Stabzeiger mit leuchtendem Einsatz sorgen für eine klare Ablesung, während der weisse zentrale Zeiger des Chronographen es ermöglicht, die aktivierte Funktion sofort zu erkennen.
Das Zeugnis einer entscheidenden Epoche

Insgesamt findet dieses Modell sein Gleichgewicht zwischen technischem Ansatz und formaler Klarheit: ein Gehäuse mit markanten Proportionen, das jedoch durch weiche Linien und durch die Gestaltung des Zifferblatts aufgelockert wird, welche die Ablesung erleichtern.
Das Ergebnis ist eine sofort wiedererkennbare Uhr, Spiegelbild einer Zeit, in der das Haus neue Ausdrucksformen des mechanischen Chronographen in einer Welt erprobte, die tiefgreifenden Veränderungen unterworfen war.
Innerhalb der Sammlung des Museums Eberhard & Co. zeugt dieses Exemplar zudem vom Übergang zwischen zwei entscheidenden Jahrzehnten der Uhrmacherei, in deren Verlauf Form und Funktion mit grösserer Freiheit in einen Dialog zu treten beginnen und ästhetische Empfindungen ankündigen, die in den folgenden Jahren ihren vollen Ausdruck finden werden.
Häufig gestellte Fragen
Ein mechanischer Chronograph von Eberhard & Co. aus dem Jahr 1969, Referenz 31504, der heute in die Sammlung des Museums Eberhard & Co. aufgenommen wird. Er gehört zur Linie der sportlichen Contograf-Chronographen, die zu Beginn der sechziger Jahre lanciert wurde.
Das Kaliber EB 310-82, ein Chronograph mit Handaufzug, ausgestattet mit zwei Zählern, einer fortlaufenden Sekundenfunktion, einem Chronographen-Minutenzähler und einem Datumsfenster.
Das schwarze Zifferblatt übernimmt die Konfiguration „reverse panda“ mit zwei weissen Zählern für eine bessere Ablesbarkeit. Selten: Die Tachymeter- und Telemeterskalen erscheinen nicht auf dem Zifferblatt, sondern sind auf der Innenseite des Plexiglases aufgedruckt.
Ein ovales Gehäuse aus rostfreiem Stahl von 43 mm Durchmesser, wasserdicht und mit einem verschraubten Boden ausgestattet.
Es zeugt von einer entscheidenden Epoche zwischen den 1960er und 1970er Jahren, geprägt vom Aufkommen des Quarzes, in deren Verlauf Eberhard & Co. neue Ausdrucksformen des mechanischen Chronographen erkundete.



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