Es gibt Uhren mit einem „Panda“-Zifferblatt. Und dann gibt es Uhren, die beschließen, selbst ein Panda zu werden! Mit zwei neuen limitierten Editionen aus seinem Power Design Project nimmt Seiko den Begriff wörtlich. Eine ebenso überraschende wie liebenswerte Kreation, die daran erinnert, dass die Uhrmacherei auch Humor und Fantasie pflegen kann.
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Wenn der Panda am Handgelenk lebendig wird
In der Uhrenwelt ist der „Panda“-Chronograph ein echter Klassiker. Das Prinzip ist einfach: ein helles, meist weißes Zifferblatt mit schwarzen Hilfszifferblättern, die an die Augen des berühmten Bären erinnern. Eine Ästhetik, die längst unverzichtbar geworden ist und bei Liebhabern sportlicher Chronographen besonders beliebt ist.

Doch bei Seiko haben einige Designer offenbar beschlossen, dass diese Ähnlichkeit viel weiter getrieben werden muss! Allen voran Kiyotaka Sakai, Designer der japanischen Manufaktur, der eine Uhr entworfen hat, die tatsächlich die Gesichtszüge des Tieres nachbildet. Das Ergebnis? Zwei Chronographen mit ausdrucksstarken Gesichtern, kleinen schwarzen Ohren und einem Blick, dem man kaum widerstehen kann.

Ein gewagter Vorschlag, gewiss, aber keiner, der dem Zufall überlassen wurde.
Vom Kreativlabor in die Realität
Die Leser von Passion Horlogère kennen das Seiko Power Design Project bereits. Das 2001 ins Leben gerufene Programm bietet den Designern des japanischen Hauses einen Freiraum, um Uhrenkonzepte jenseits der üblichen Zwänge zu erkunden.

2024 präsentierte die Ausstellung Incredibly Specialized Watches sieben Kreationen, die für ganz besondere Einsatzzwecke oder Zielgruppen gedacht waren. Darunter befand sich auch eine Uhr, die sich mit bewusstem Augenzwinkern an Panda-Liebhaber richtete.

Das Konzept kam offensichtlich gut an, denn Seiko bringt es nun mit zwei limitierten Editionen in den Handel. Ein schönes Beispiel für die Philosophie des Projekts, die wir bereits in unserem Artikel zur Ausgabe 2025 beschrieben haben: Uhrendesign als Spielfeld für Experimente, Überraschungen und manchmal sogar Poesie.
Zwei Pandas, zwei Persönlichkeiten
Die erste Version mit der Referenz HHK001 zeigt ganz selbstverständlich das typische Schwarz-Weiß des Tieres. Die zweite, HHK002, wagt ein zartrosa Zifferblatt, das an die Geburt eines Panda-Babys erinnert.

Doch erst in den Details zeigt Seiko seine ganze Kreativität. Die Chronographen-Zähler bilden zwei leicht hängende Augen, während das strukturierte Zifferblatt an die Weichheit des Fells erinnert. Die Drücker, oben am Gehäuse angeordnet, haben die Form kleiner, abgerundeter Ohren.

Sogar die Tachymeterskala spielt mit! Umbenannt in „SASAMETER“, in Anspielung auf sasa, eine japanische Bambusart, misst sie Geschwindigkeiten bis 30 km/h, was der theoretischen Höchstgeschwindigkeit eines rennenden Pandas entspricht.

Und für Liebhaber versteckter Details zeigt der Gehäuseboden den Rücken des Tieres, samt kleinem Schwänzchen im Relief. Weiter lässt sich das Konzept kaum treiben!

Hinter der Fantasie steckt eine echte Uhr
Unter ihrem verspielten Äußeren bleibt diese Kreation ein voll funktionsfähiger Chronograph. Beide Modelle werden vom Seiko Quarzkaliber 8T61 angetrieben, das in einem Edelstahlgehäuse mit 43 mm Durchmesser und 14,6 mm Höhe sitzt. Ein Hardlex-Glas schützt das Zifferblatt, die Wasserdichtigkeit wird mit 3 bar angegeben.


Auch das Lederarmband spielt mit Texturen, deren Finish an weiches Fell erinnert. Zum Preis von 590 Euro sind diese Uhren ab November 2026 exklusiv in den Seiko Boutiquen erhältlich. Die weiße Version HHK001 ist auf 3.000 Exemplare limitiert, die rosa Version HHK002 auf 2.000.
Wenn die Uhrmacherei ihr inneres Kind wiederentdeckt
In einer Branche, in der Neuheiten oft von Leistung, Materialien oder der Neuinterpretation historischer Modelle bestimmt werden, schlägt Seiko hier einen anderen Weg ein. Diese beiden Chronographen wollen weder die Mechanik revolutionieren noch Rekorde brechen. Sie stehen ganz einfach für die Freude am Überraschen, Unterhalten und Zum-Lächeln-Bringen.

Und mal ehrlich: Warum sollte eine Uhr sich immer ernst nehmen? Mit diesen Uhren-Pandas erinnert Seiko daran, dass ein Zeitmesser auch ein Objekt der Zuneigung sein kann. Eine kleine Portion japanischer Fantasie, die in einer manchmal allzu konventionellen Welt einfach guttut.

Technische Daten, Seiko Power Design Project Panda
| Referenzen | HHK001 (weiß), HHK002 (rosa) |
|---|---|
| Uhrwerk | Quarz Seiko 8T61 |
| Gehäuse | Edelstahl |
| Durchmesser | 43 mm |
| Höhe | 14,6 mm |
| Glas | Hardlex |
| Wasserdichtigkeit | 3 bar |
| Armband | Strukturiertes Leder |
| Limitierte Editionen | 3.000 und 2.000 Exemplare |
| Verfügbarkeit | November 2026, Seiko Boutiquen |
| Preis | 590 € |
Häufig gestellte Fragen
Ein Chronograph in zwei limitierten Editionen aus dem Power Design Project von Seiko, dessen Zifferblatt die Züge eines Pandas nachbildet: Zähler als Augen, Drücker als Ohren und ein Gehäuseboden, der den Rücken des Tieres zeigt.
Die HHK001 in Schwarz-Weiß, limitiert auf 3.000 Exemplare, und die HHK002 mit rosa Zifferblatt, das an ein Panda-Baby erinnert, limitiert auf 2.000 Exemplare.
Kiyotaka Sakai, Designer bei Seiko. Das Konzept wurde 2024 in der Ausstellung Incredibly Specialized Watches vorgestellt, bevor es zur Serienedition wurde.
Das Seiko Quarzkaliber 8T61, in einem Edelstahlgehäuse mit 43 mm Durchmesser und 14,6 mm Höhe, mit Hardlex-Glas und einer Wasserdichtigkeit von 3 bar.
590 Euro, exklusiv erhältlich in den Seiko Boutiquen ab November 2026.



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