Die Rückkehr aus den Ferien hat diese eigenartige Kraft: In wenigen Stunden weichen die Urlaubswege den täglichen Arbeitswegen, die Polohemden den Hemden und die Terrassen den Büros. Dennoch zwingt uns nichts, dabei alles hinter uns zu lassen. Und schon gar nicht die Uhr, die uns den ganzen Sommer über begleitet hat.

Mit ihrer neuen Newport Automatique Phases de Lune scheint Herbelin eine besonders reizvolle uhrmacherische Antwort auf diese Übergangszeit gefunden zu haben. Am Stahlband pflegt sie jene sportlich-elegante Ausstrahlung, die man sich gern am Wasser vorstellt. Am Lederband wechselt sie augenblicklich das Register und nimmt eine deutlich klassischere Eleganz an. Vor allem aber bewahrt sie inmitten ihres vom maritimen Universum inspirierten Zifferblatts einen Teil Traum. Bei 6 Uhr setzt der Mond gemächlich seine Bahn fort. Vielleicht eine Art, die Arbeit wieder aufzunehmen, ohne ganz auf die Erde zurückzukehren.
Auf dieser Seite
- Newport, bald vierzig Jahre auf hoher See
- Wenn das Meer dem Mond begegnet
- 40,5 mm: der sportlich-elegante Typ, der auch ein Hemd zu tragen weiß
- Ein Durchmesser von 35 mm für einen kostbareren Auftritt
- Sellita SW280-2 Power+: 65 Stunden, um am Montag gelassen wieder zu starten
- Französisch in der Konzeption, schweizerisch im Motor
- Die Uhr für den Wiedereinstieg?
- Häufig gestellte Fragen
Newport, bald vierzig Jahre auf hoher See
Um diese Neuvorstellung zu verstehen, muss man ins Jahr 1988 zurückkehren. In diesem Jahr entwerfen Jean-Claude und Pierre-Michel Herbelin eine Uhr, die ihrem Vater Michel Herbelin, dem Gründer des Hauses im Jahr 1947, aber auch seiner Leidenschaft für den Segelsport huldigen soll. Die neue Kollektion schöpft ihre Inspiration aus den Booten, die am America’s Cup in Newport, Rhode Island, teilnahmen, sowie aus den Bullaugen der Transatlantik-Segler.

Der Erfolg wird die reine Stilübung bei Weitem übersteigen. Herbelin gibt an, dass seit der Einführung der Kollektion mehr als 500 000 Newport verkauft wurden, womit sie zur mengenmäßig wichtigsten Linie des Hauses geworden ist. Vor allem aber ist sie sofort erkennbar. Die Lünette erinnert an ein Bullauge. Die sichtbaren Schrauben rufen die Beschlagelemente und die Winschkerne in Erinnerung. Die Krone trägt ein Steuerrad. Und jene berühmte zentrale Bandbefestigung, die es seit den Anfängen gibt, genügt fast, um eine Newport aus mehreren Metern Entfernung zu erkennen. Das tiefe Blau schließlich bleibt eine ihrer historischen Farben. Lauter Details, die erklären, warum sich die Uhr weiterentwickeln kann, ohne ihre Identität zu verlieren. Und diesmal blickt sie zum Himmel.
Wenn das Meer dem Mond begegnet
Die Newport mit einer Mondphase zu verbinden, könnte fast selbstverständlich erscheinen. Seit jeher pflegen Navigation und Mondzyklen eine enge Beziehung. Seefahrer beobachten Himmel, Gestirne und Gezeiten schon lange vor der Erfindung unserer modernen Instrumente. Die von Herbelin gewählte neue Komplikation fügt sich daher ganz natürlich in eine bereits zutiefst maritime Ästhetik ein.

Die Mondphase ist bei 6 Uhr angeordnet. Sie stellt die Mondzyklen in beiden Hemisphären dar und lässt sich schnell korrigieren. Doch hier ist die Komplikation nicht nur mechanisch. Sie wird zum Blickpunkt des Zifferblatts. Herbelin bietet insbesondere eine besonders gelungene Ausführung mit dem Namen „Mondoberfläche“ an. Ihr Relief erinnert an die Krater und Unregelmäßigkeiten unseres natürlichen Trabanten. Bei der blauen Version verleiht das Ergebnis viel Tiefe und antwortet unmittelbar auf die Mondscheibe im unteren Teil der Uhr.

Das Zifferblatt ist also nicht mehr bloß der Träger der Komplikation: Es führt ihr Thema weiter. Eine andere Version setzt auf ein glänzend lackiertes Tiefblau, deutlich zurückhaltender und klassischer. Die Modelle mit 35 mm führen ihrerseits echtes Perlmutt oder eine silberfarbene Interpretation des Zifferblatts „Mondoberfläche“ ein. Diese Wahl erlaubt es Herbelin, die Klippe einer einförmigen Kollektion zu umgehen. Die Mondphase bleibt allen gemein, doch ihre Persönlichkeit verändert sich erheblich je nach Material des Zifferblatts, Größe des Gehäuses und gewähltem Band.
40,5 mm: der sportlich-elegante Typ, der auch ein Hemd zu tragen weiß
Wahrscheinlich veranschaulicht diese erste Variante die Uhr für den Wiedereinstieg am besten. Das Gehäuse aus rostfreiem 316L-Stahl misst 40,5 mm im Durchmesser bei nur 10,90 mm Höhe. Es wechselt zwischen polierten und satinierten Flächen, erhält ein entspiegeltes Saphirglas und bewahrt eine angegebene Wasserdichtheit von 100 Meter. Der transparente Boden erlaubt den Blick auf das automatische Werk. Am ebenfalls polierten und satinierten Stahlband besitzt die Newport genügend Präsenz, um ihren sportlichen Charakter zu bewahren. Es ist die Uhr, die man im August sehr gut mit einem Polohemd, einer Shorts oder einer leichten Hose tragen konnte, ohne sich fragen zu müssen, ob man sie beim ersten Bad ablegen sollte.

Und wenn der September kommt? Es genügt fast, das Band zu wechseln. Mit ihrem leicht gewölbten blauen Leder und den weißen Ziernähten wird dieselbe Architektur deutlich eleganter. Das blau lackierte Zifferblatt begleitet dann ganz natürlich ein Hemd, ein Sakko oder ein Business-Outfit. Genau hier wird diese Newport interessant. Sie ist weder wirklich eine Sportuhr, die man künstlich elegant zu machen versucht, noch eine Anzuguhr, der man mit viel Stahl Muskeln verpasst hätte. Sie bewegt sich tatsächlich zwischen beiden.

Die Referenz 2889B15, blaues Zifferblatt „Mondoberfläche“ und Stahlband, wird mit 1.500 Euro ausgewiesen, während die 2889A15LBL, blau lackiertes Zifferblatt am Lederband, auf der offiziellen Website mit 1.400 Euro angeboten wird. Zwei technisch sehr ähnliche Uhren, bei denen jedoch das Band genügt, um die Wahrnehmung tiefgreifend zu verändern.
Ein Durchmesser von 35 mm für einen kostbareren Auftritt
Herbelin bietet diese neue Newport auch in einem Durchmesser von 35 mm an, bei einer auf 10,80 mm begrenzten Höhe. Der Geist wird hier kostbarer. Eine erste Version verbindet ein Zifferblatt aus echtem Perlmutt, goldene Akzente und ein blaues Lederband. Die natürlichen Reflexe des Perlmutts bilden einen besonders passenden Schrein für die Mondphase. Jeder Lichtwechsel verwandelt das Zifferblatt leicht und verstärkt diese fast kontemplative Dimension der Komplikation. Die Referenz 2879T1N19BL wird mit 1.500 Euro angeboten.

Die zweite spielt noch stärker die Schmuckkarte aus, mit einem Gehäuse und einem Band aus Bicolor-Stahl, das Stahl mit gelbem Gold-PVD verbindet. Ihr silberfarbenes Zifferblatt erhält seinerseits das Dekor „Mondoberfläche“. Diese 2879BT1N11 wird mit 1.600 Euro ausgewiesen. Die Wasserdichtheit bleibt bei 100 Meter festgelegt und das Glas bleibt aus Saphir. So zusammengestellt, deckt die Familie schließlich mehrere Interpretationen ein und derselben Idee ab: vom maskulinen sportlich-eleganten Modell über das klassischere am Leder bis hin zu einem femininen, kostbareren Vorschlag.
Sellita SW280-2 Power+: 65 Stunden, um am Montag gelassen wieder zu starten
Unter den Zifferblättern befindet sich ein bekanntes Schweizer Werk: das Sellita SW280-2 Power+. Es arbeitet mit einer Frequenz von 28 800 Halbschwingungen pro Stunde, also 4 Hz, verwendet 26 Steine und verfügt hier über eine Gangreserve von 65 Stunden. Es treibt Stunden, Minuten und die zentrale Sekunde sowie die Anzeige der Mondphasen bei 6 Uhr an. Bei den Referenzen mit 40,5 mm nimmt ein Datumsfenster bei 3 Uhr seinen Platz ein. Diese Autonomie verdient es, dass man bei ihr verweilt.

Fünfundsechzig Stunden erlauben es theoretisch, seine Uhr am Freitagabend abzulegen und sie am Montagmorgen noch laufend vorzufinden. Für eine Uhr, deren Thema gerade darin besteht, die Rückkehr ins Büro zu begleiten, ist der Zufall recht glücklich. Das Werk bietet zudem den Sekundenstopp und einen kugelgelagerten Automatikaufzug.

Herbelin begnügt sich jedoch nicht damit, ihr ein Schweizer Kaliber einzuschalen. Jedes Werk wird in den Ateliers von Charquemont im Haut-Doubs kontrolliert und justiert. Das Haus kündigt für diese Modelle eine optimierte Regulierung zwischen 0 und +15 Sekunden pro Tag an. Die Schwungmasse erhält eine Herbelin-Gravur und ein Schneckenschliff-Finish, während gebläute Schrauben zur ästhetischen Sorgfalt beitragen, die durch den Boden sichtbar ist. Die Website des Hauses präzisiert zudem, dass jede Uhr 65 Kontrollpunkten unterzogen wird, die insbesondere Feinregulierung, ästhetische Kontrolle und Dichtheitsprüfungen umfassen.
Französisch in der Konzeption, schweizerisch im Motor
Diese Architektur fasst die historische Positionierung von Herbelin recht gut zusammen. Das Haus wurde 1947 in Charquemont von Michel Herbelin gegründet und bleibt familiengeführt und unabhängig. Die Uhren werden in den Ateliers der Franche-Comté konzipiert, gezeichnet, montiert, reguliert und kontrolliert, während die Werke bei Schweizer Herstellern ausgewählt werden.

Seit 2020 führt eine neue Generation, zu der insbesondere Maxime und Mathieu Herbelin gehören, diese Familiengeschichte fort. Herbelin hat 2024 85 000 Uhren produziert, die in rund 3 000 Verkaufsstellen in mehr als 50 Ländern vertrieben werden.

Doch letztlich genügt die Newport fast, um diese Geschichte ganz allein zu erzählen. Eine Kollektion, die vor fast vierzig Jahren entworfen wurde, fortwährend modernisiert, ohne je ihre zentralen Bandbefestigungen, ihre nautische Inspiration und diesen Willen zu verleugnen, eine zugängliche französische Uhrmacherkunst anzubieten, ohne die Mechanik zu opfern.
Die Uhr für den Wiedereinstieg?
Es gibt Uhren für den Urlaub und andere, die man gern den Arbeitstagen vorbehält. Diese Herbelin Newport Automatique Phases de Lune besitzt die Klugheit, sich nicht zu entscheiden. Sie bewahrt mit ihrem Blau, ihren nautischen Anspielungen, ihren 100 Meter Wasserdichtheit und ihrem Stahlband etwas von der Weite. Und doch genügen einige Details, um sie in eine urbanere Eleganz kippen zu lassen. Ein Lederband, ein Hemd, ein Sakko, und die Uhr wirkt plötzlich bereit für den Wiedereinstieg.




Die Mondphase verleiht dann jenes kleine Etwas an Seele, das alles verändert. Denn inmitten der Termine, der sich stapelnden Akten und der Gewohnheiten, die ihr Recht zurückfordern, bleibt bei 6 Uhr stets ein kleines Stück Himmel. Und letztlich ist das für eine erste Septemberwoche vielleicht genau das, was wir gebraucht haben.
Praktische Informationen
Herbelin Newport Automatique Phases de Lune
40,5 mm
- Stahl, blaues Zifferblatt „Mondoberfläche“, Stahlband: 1.500 Euro
- Stahl, blau lackiertes Zifferblatt, blaues Lederband: 1.400 Euro
35 mm
- Perlmutt-Zifferblatt, blaues Lederband: 1.500 Euro
- Silberfarbenes Zifferblatt „Mondoberfläche“, Bicolor-Stahlband: 1.600 Euro
Automatikwerk Sellita SW280-2 Power+ ; Gangreserve 65 Stunden ; Frequenz 4 Hz ; Saphirglas ; Wasserdichtheit 100 Meter ; Montage, Regulierung und Kontrolle in Charquemont, Frankreich.
Die Herbelin Newport Mondphasen-Uhren entdecken
Häufig gestellte Fragen
Je nach Version zwischen 1.400 Euro und 1.600 Euro. Die Modelle mit 40,5 mm werden mit 1.400 Euro (lackiertes Zifferblatt am Leder) und 1.500 Euro (Zifferblatt „Mondoberfläche“ am Stahlband) angeboten; die Modelle mit 35 mm mit 1.500 Euro (Perlmutt) und 1.600 Euro (Bicolor-Stahl).
Das Schweizer Kaliber Sellita SW280-2 Power+, ein Automatikwerk, mit einer Frequenz von 4 Hz, 26 Steinen und einer Gangreserve von 65 Stunden. Jedes Werk wird in Charquemont kontrolliert und justiert.
Zwei Durchmesser: 40,5 mm (10,90 mm Höhe) und 35 mm (10,80 mm Höhe), beide aus rostfreiem 316L-Stahl mit Saphirglas.
Sie ist bis 100 Meter wasserdicht, unabhängig von der Gehäusegröße.
Sie wird in den Herbelin-Ateliers in Charquemont, Frankreich, konzipiert, gezeichnet, montiert, reguliert und kontrolliert, während das Werk schweizerischer Herkunft ist.



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