Es gibt uhrmacherische Begegnungen, die uns überraschen, weil sie sich anfühlen, als öffne man eine vergessene Tür. Bei der jüngsten Time to Watches entdeckte Passion Horlogère White Star Watch, eine Schweizer Marke, deren Name sofort eine bestimmte Vorstellung von Eleganz weckt, deren Geschichte aber vor allem verdient, dass wir bei ihr verweilen. Denn hinter diesem weißen Stern verbirgt sich ein Haus, das 1895 in La Chaux-de-Fonds gegründet wurde und das heute von einem klaren Anspruch getragen wird: ein uhrmacherisches Erbe mit den Mitteln, den Maßstäben und dem Blick von heute wieder zum Leben zu erwecken.
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White Star kommt nicht aus dem Nichts. Die Marke beruft sich auf 130 Jahre Geschichte, einen Ursprung in einer der Wiegen der Schweizer Uhrmacherkunst und einen von Innovation geprägten Werdegang. Gegründet von Henri Weiss, entwickelte sie sich um eine ehrgeizige Vision: nicht nur mit ihrer Zeit Schritt zu halten, sondern zu versuchen, ihr voraus zu sein. Die Geschichte des Hauses ruft Patente in Erinnerung, Forschungen zur Anzeige von Funktionen, Mechanismen zum Ablesen der Zeit sowie eine Zeit, in der White Star bis zu drei Manufakturen betrieben haben soll.

Die zeitgenössische Wiedergeburt von White Star fügt sich genau in diese Idee der Kontinuität ein. Die Marke versucht nicht, eine künstliche Nostalgie zu erzeugen. Sie schöpft aus ihren Archiven, ihren ästhetischen Codes und ihren historischen Modellen, um eine kohärente Kollektion anzubieten, inspiriert von den 1950er-Jahren, aber gestaltet für die Liebhaber von heute. Die offizielle Website von Time to Watches stellt White Star als ein Haus vor, das einem Erbe von mehr als 130 Jahren, der Strenge, dem Detail und der Innovation verbunden ist, mit einem Hauptsitz, der nach wie vor in La Chaux-de-Fonds angesiedelt ist.
Diagrafic, die Rückkehr eines emblematischen Modells
Im Herzen dieser Wiedergeburt steht die Diagrafic. Sie ist das Modell, das den Ton angibt, dasjenige, das die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart am besten erzählt. 1951 kreiert, kehrt die Diagrafic heute mit einer Ästhetik zurück, die ihre Ursprünge voll und ganz annimmt: zurückhaltende Proportionen, grafische Eleganz, ein lebendiges Zifferblatt, poetische Anzeigen. Vor allem aber kehrt sie mit einem exklusiven Uhrwerk zurück, dem automatischen Kaliber WST-01, entwickelt, um den Geist der Komplikationen des Originalmodells wiedereinzufangen.

Die Diagrafic zeichnet sich durch eine eigenwillige Anzeige aus. Bei 12 Uhr verbindet die Komplikation, die ihr ihren Namen gibt, den Wochentag mit einer Tag/Nacht-Anzeige. Bei 6 Uhr beherbergt ein zweiter Zähler das Datum. Im Zentrum werden Stunden, Minuten und Sekunden durch eine Anzeige der Kalenderwoche ergänzt. Dieses letzte Detail ist besonders interessant, denn es verweist auf eine Schweizer Tradition, in der Produktions- und Liefertermine oft in Wochen statt in genauen Daten geplant wurden.

Technisch bringt White Star diese Komplikation in einem 38,5 mm großen Gehäuse aus 904L-Stahl unter, das je nach Version in Stahl, mit einer Rotgold- oder Gelbgold-Behandlung oder in 750er / 18-karätigem Rotgold angeboten wird. Die Größe ist interessant: Sie strebt keine übermäßige Präsenz am Handgelenk an, sondern begünstigt Ausgewogenheit, Eleganz und eine Form von Universalität am Handgelenk. Die Marke betont in der Tat den unisexen und zeitlosen Charakter des Modells.

Das technische Datenblatt bestätigt einen seriösen Ansatz: gewölbtes Saphirglas mit Entspiegelung, transparenter Gehäuseboden, Wasserdichtigkeit bis 10 ATM, eine Gangreserve von 42 Stunden, 21 Steine, dekorative Finissierungen mit Genfer Streifen, Sonnenschliff, Rhodinierung und gebläuten Schrauben. Die aufgesetzten Indexe und die diamantierten Zeiger tragen zum Eindruck der Kostbarkeit bei, während das Super-LumiNova daran erinnert, dass diese Uhr nicht bloß dekorativ ist: Sie bleibt ablesbar, funktional und dazu gemacht, gelebt zu werden.

Die Diagrafic ist daher keine einfache Neuauflage. Sie gehört eher zur Kategorie der getreuen Neuinterpretation. Sie bewahrt den Geist des Modells von 1951, schreibt es aber in eine zeitgenössische Ausführung neu ein. Hier findet White Star zweifellos seinen ersten Punkt der Ausgewogenheit: das Archiv nicht zu verraten, sich aber auch nicht darin einzuschließen.
Neografic, der Mond als mechanische Poesie
Neben der Diagrafic bietet White Star die Neografic an, eine Uhr, die von einem Modell aus dem Jahr 1953 inspiriert ist. Hier kommt die uhrmacherische Poesie durch die Mondphasen zum Ausdruck. Das Zifferblatt inszeniert einen lumineszierenden, mit Super-LumiNova behandelten Mond, begleitet von einer Tag/Nacht-Anzeige. Die Komplikation ist nicht nur technisch: Sie wird visuell, fast narrativ, mit dieser Idee eines Miniaturhimmels, der am Handgelenk zum Leben erwacht, wenn das Licht schwindet.

Die Neografic übernimmt ein 39,5 mm großes Gehäuse aus 904L-Stahl, Wasserdichtigkeit bis 10 ATM, ein gewölbtes, entspiegeltes Saphirglas und ein automatisches Kaliber Sellita 285-1 b, personalisiert mit einer White-Star-Schwungmasse. Das Uhrwerk zeigt Stunden, Minuten und Sekunden im Zentrum an, die Mondphasen bei 5 Uhr, die Tag/Nacht-Anzeige bei 9 Uhr sowie ein horizontales Datum bei 2 Uhr. Die angegebene Gangreserve beträgt 41 Stunden.

Diese Uhr bringt eine weitere Facette von White Star zum Ausdruck: himmlischer, nächtlicher, fast kontemplativ. Wo sich die Diagrafic als Manifest-Stück behauptet, scheint die Neografic die Emotion eher in der Ausgewogenheit des Zifferblatts, der Tiefe der Farben und dem Charme des Mondes zu suchen.



Unigrafic, auf das Wesentliche reduzierte Eleganz
Die dritte Linie, die Unigrafic, schöpft ihre Inspiration aus einem Modell von 1958. Ihre Absicht ist eine andere: das Überflüssige zu entfernen und nur das Wesentliche zu behalten. Drei Zeiger, eine reduzierte Zifferblattarchitektur, sorgfältige Finissierungen und dieser Wunsch, eine schlichte Uhr anzubieten, ohne dass sie gewöhnlich wäre.


Das Gehäuse misst 39,5 mm, wiederum aus 904L-Stahl je nach Version, mit einem gewölbten Saphirglas, Wasserdichtigkeit bis 10 ATM und einem automatischen Werk Soprod P024. Das Kaliber bietet eine Gangreserve von 38 Stunden und konzentriert sich auf die zentrale Anzeige von Stunden, Minuten und Sekunden. Doch White Star fügt einen Hauch dezenter Poesie hinzu: Je nach Variante kann das Zifferblatt mit einer lumineszierenden Konstellation geschmückt sein, während der Sekundenzeiger im Dunkeln zu einer Sternschnuppe wird.

Die Unigrafic könnte im Geiste als die zugänglichste gelten. Sie spricht die Liebhaber von Dress-Uhren an: ablesbar, elegant, aber eigenwillig genug, um nicht in der Uniformität zeitgenössischer Dreizeigeruhren zu verschwinden.

Eine Marke, die man im Auge behalten sollte
Was bei White Star über die Modelle selbst hinaus die Aufmerksamkeit fesselt, ist die Kohärenz des Projekts. Die Marke staubt nicht bloß einen alten Namen ab. Sie baut ein Territorium rund um das goldene Zeitalter ihrer Geschichte, die Schönheit grafischer Anzeigen und eine bestimmte Vorstellung von der poetischen Komplikation auf. Die offizielle Website präsentiert heute die Kollektionen Diagrafic, Neografic und Unigrafic sowie eine Chronografic-Linie, die diese Erkundung der Archive des Hauses fortsetzt.
Der Ansatz ist umso interessanter, als er zu einer breiteren Bewegung in der zeitgenössischen unabhängigen Uhrmacherkunst gehört: der jener Marken, die eine Geschichte wiederanknüpfen wollen, nicht um sie zu einem Museumsstück zu machen, sondern um ihr wieder eine Zukunft zu geben. Cédric Berruex, der heute mit der Neubelebung von White Star verbunden ist, soll die Marke 2023 entdeckt haben, bevor er die Marke und die Schweizer Gesellschaft übernahm, wie Europa Star berichtet.

White Star schreitet also mit einem unverwechselbaren Angebot voran: Uhren Swiss Made, inspiriert von historischen Modellen, getragen von originellen Anzeigen, vernünftigen Dimensionen und einem echten ästhetischen Feingefühl. Die Diagrafic ist ihr Charakterstück. Die Neografic offenbart ihre lunare Poesie. Die Unigrafic bietet ihren reinsten Ausdruck.
Bei Time to Watches entdeckt, verdient White Star heute die Aufmerksamkeit der Liebhaber. Nicht weil sie mit einem Paukenschlag zurückkehrt, sondern weil sie mit einer Geschichte, einer Kohärenz und jenem Anspruch zurückkehrt, der die großen Uhrmacherhäuser durchzieht: der Zeit eine Form zu geben, die sofort wiedererkennbar ist.
Häufig gestellte Fragen
White Star ist eine Schweizer Uhrenmarke, die 1895 in La Chaux-de-Fonds von Henri Weiss gegründet wurde. Sie beruft sich auf 130 Jahre Geschichte und ein Erbe der Innovation und wird heute als unabhängiges Haus wiederbelebt, das nach wie vor seinen Hauptsitz in La Chaux-de-Fonds behält.
Die Neubelebung ist um drei Linien herum aufgebaut, die von historischen Modellen inspiriert sind: die Diagrafic (1951), die Neografic (1953) und die Unigrafic (1958). Eine Chronografic-Linie setzt diese Erkundung der Archive des Hauses fort.
Die Diagrafic wird vom exklusiven automatischen Kaliber WST-01 angetrieben, untergebracht in einem 38,5 mm großen Gehäuse aus 904L-Stahl. Sie verbindet den Wochentag mit einer Tag/Nacht-Anzeige bei 12 Uhr, dem Datum bei 6 Uhr und einer Anzeige der Kalenderwoche, mit einer Gangreserve von 42 Stunden und einer Wasserdichtigkeit von 10 ATM.
Die Neografic konzentriert sich auf die Poesie, mit einer lumineszierenden Super-LumiNova-Mondphase, einem 39,5 mm großen Gehäuse und einem automatischen Kaliber Sellita 285-1 b (41 Stunden Gangreserve). Die Unigrafic ist das reduzierte Dreizeigermodell, in einem 39,5 mm großen Gehäuse mit einem automatischen Werk Soprod P024, das eine Gangreserve von 38 Stunden bietet.
Passion Horlogère entdeckte White Star bei Time to Watches. Laut Europa Star fand Cédric Berruex die Marke 2023, bevor er die Marke und die Schweizer Gesellschaft übernahm, die ihre Neubelebung trägt.


