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Am Dienstag, dem 7. Juli, hat die Sammleruhrmacherei in Paris ein Rendezvous. Das Auktionshaus Millon veranstaltet eine Auktion, die Armband- und Taschenuhren, Uhren und horologischen Objekten gewidmet ist, im vertrauten Rahmen des Drouot-Viertels, in der Salle VV. Eine Sitzung, die naturgemäß die Aufmerksamkeit von Enthusiasten, Sammlern und kundigen Neugierigen fesseln dürfte, so vollständig versammelt sie das, was die Uhrmacherkunst zu bieten liebt, wenn sie unter den Hammer kommt: Vielfalt, Signaturen, Epochen, Erhaltungszustände, aber auch jenen Anteil an Ungewissheit, der die ganze Spannung einer öffentlichen Auktion ausmacht.

Denn eine Uhrenauktion ist niemals bloß eine Abfolge von Losen. Sie ist eine Momentaufnahme des Geschmacks einer Epoche. Sie erzählt, wonach Sammler suchen, was der Markt beobachtet, was bestimmte Signaturen weiterhin an Begehrlichkeit wecken. Sie ermöglicht auch die Wiederentdeckung weniger publik gemachter Stücke, mitunter zugänglicherer, aber nicht weniger interessanter für jeden, der das horologische Objekt in seiner patrimonialen, technischen oder ästhetischen Dimension liebt.

Eine eklektische Auswahl, von der antiken Uhr bis zur zeitgenössischen Uhrmacherkunst
Der Katalog vereint eine schöne Bandbreite an Stücken, von Taschenuhren bis zu Armbanduhren, von historischen Häusern bis zu zeitgenössischen Signaturen, von Sammlerikonen bis zu vertraulicheren Objekten. Patek Philippe, Breguet, Rolex, Cartier, Vacheron Constantin, Jaeger-LeCoultre, Omega, Panerai, Zenith, Longines, Lip und sogar Seiko erscheinen quer durch die Auswahl und zeichnen ein breites Panorama der Sammleruhrmacherei.

Gerade diese Bandbreite macht die Auktion interessant. Man findet antike Golduhren, Formuhren, Chronographen, Taucheruhren, Schmuckstücke, kleine Tischuhren, aber auch Objekte mit Bezug zur horologischen Welt. Die Auktion richtet sich daher nicht allein an große Bieter. Sie kann auch jene interessieren, die über ein bescheideneres Stück, ein Vintage-Modell, eine Uhr mit Charakter oder ein Sammlerobjekt in die Welt der Uhrenauktionen eintreten möchten.

Die Präsenz zahlreicher Lose mit zugänglichen Schätzungen erinnert an eine oft vergessene Wahrheit: Das Sammeln von Uhren beschränkt sich nicht auf Rekorde, Millionenstücke oder unerreichbar gewordene Uhren. Es beginnt manchmal mit einer Uhr, die man wegen ihrer Geschichte, ihres Designs, ihrer Patina, ihrer Provenienz oder einfach der Emotion, die sie hervorruft, ausgewählt hat.
F.P. Journe im Rampenlicht mit zwei beachtenswerten Losen
Im Herzen dieser Auktion stechen zwei F.P. Journe Lose deutlich hervor. Sie bündeln einen erheblichen Anteil der Aufmerksamkeit, nicht nur wegen des aktuellen Ansehens der Manufaktur, sondern auch, weil sie zwei sehr unterschiedliche Facetten der Welt von François-Paul Journe veranschaulichen.

Los 91 ist eine F.P. Journe Élégante 48 aus Titan, Referenz ELHT, um 2023. Diese „schildkrötenförmige“ Uhr, angeboten mit weißem Zifferblatt mit arabischen Ziffern, einem Sekundenzähler bei 6 Uhr und einer Öffnung bei 4:30 Uhr, die den Bewegungsdetektor freilegt, wird auf 60.000 bis 80.000 € geschätzt. Sie wird mit Box und Papieren geliefert, was für Sammler ein wichtiges Element ist.
Die Élégante nimmt in F.P. Journes Schaffen einen einzigartigen Platz ein. Sie ist keine traditionelle mechanische Uhr, sondern ein radikaler elektromechanischer Ansatz, ausgestattet mit dem Kaliber 1210. Ihr Prinzip beruht auf einem Bewegungsdetektor, der auf dem Zifferblatt sichtbar ist: Nach einer längeren Ruhephase halten die Zeiger an, um Energie zu sparen, während die Elektronik weiterhin die Zeit zählt. Sobald die Uhr wieder in Bewegung gesetzt wird, positionieren sich die Zeiger automatisch auf die genaue Uhrzeit.

Diese ganz besondere Funktionsweise erklärt die Faszination, die dieses Modell auslöst. Die Élégante verwischt bewusst die Grenzen zwischen Mechanik, Elektronik und horologischer Poesie. Sie sucht nicht, die klassischen Codes der Komplikation zu reproduzieren, sondern eine andere Art anzubieten, die Zeit zu bewohnen. Bei F.P. Journe, einem Haus, dessen Motto „Invenit et Fecit“ den Geist von Erfindung und Ausführung zusammenfasst, erhält dieses Stück eine besondere Resonanz. Es ist zeitgenössisch, technisch, sofort erkennbar und bereits Teil des Feldes der von Sammlern aufmerksam verfolgten Uhren.
Los 92, ebenfalls von F.P. Journe signiert, bietet ein völlig anderes Erlebnis. Es handelt sich um eine Wanduhr um 2020, Metallgehäuse, graues Zifferblatt, kleine Sekunde bei 8 Uhr, zwei Quarzwerke und ein Durchmesser von 40 cm. Ihre Schätzung, zwischen 7.000 und 8.000 €, ordnet sie einem ganz anderen Register als die Élégante zu, aber nicht weniger interessant für Bewunderer der Manufaktur.

Diese Uhr ist typischerweise die Art von Objekt, die über die reine Zeitmessfunktion hinausgeht. Sie gehört eher zur Welt der Marke, des horologischen Dekors, des Boutique- oder Privatsammlungsobjekts. Im Interieur eines Enthusiasten ist eine F.P. Journe Wanduhr nicht einfach eine Uhr. Sie wird zu einem Zeichen, einer Präsenz, fast einer Aussage. Sie erlaubt es, die Welt einer Manufaktur über das Handgelenk hinaus auszudehnen, in eine alltäglichere und architektonischere Beziehung zur Zeit.
Eine Auktion, die Sammler anspricht
Das Interesse einer solchen Sitzung liegt auch in dem, was sie über die Vitalität des französischen Uhrenmarktes offenbart. Paris bleibt ein natürlicher Ort für spezialisierte Auktionen, an der Kreuzung von Sammlern, Händlern, kundigen Enthusiasten und Auktionshäusern. Das Drouot-Viertel bewahrt diese besondere Atmosphäre, geprägt von Expertise, Geschichte, Neugier und mitunter schönen Überraschungen.

Im aktuellen Kontext, in dem bestimmte unabhängige Signaturen ein sehr hohes Maß an Begehrlichkeit erreichen, ist die Präsenz einer F.P. Journe Élégante 48 offensichtlich ein starkes Zeichen. Die in Genf ansässige Manufaktur gehört zu den am aufmerksamsten beobachteten Namen der zeitgenössischen Uhrmacherei. Ihre limitierte Produktion, ihre ästhetische Identität, ihre Unabhängigkeit und die Persönlichkeit ihres Gründers nähren einen dauerhaften Reiz bei internationalen Sammlern.

Doch die Auktion sollte nicht auf dieses eine Los reduziert werden. Ihr Interesse beruht auch auf der Pluralität des Angebots. Man wird antike Uhren mit verführerischer Patina verfolgen können, Klassiker großer Manufakturen, Formuhren, Sportuhren, Taucheruhren, Chronographen, aber auch horologische Objekte, die Sammler durch ihren Charme oder ihre Seltenheit zu verführen vermögen.

Gerade diese Vielfalt verleiht Auktionen ihre Würze. Man kommt manchmal wegen eines erwarteten Stückes und geht fasziniert von einem Los, das man nicht hatte kommen sehen.
Praktische Informationen
Die von Millon organisierte Auktion „Horlogerie“ findet am Dienstag, dem 7. Juli 2026 um 14 Uhr in der Salle VV, 3 rue Rossini, 75009 Paris statt.
Die öffentliche Besichtigung findet am Montag, dem 6. Juli von 10 bis 18 Uhr, dann am Dienstag, dem 7. Juli von 10 bis 12 Uhr, an derselben Adresse statt.
Die Auktion wird auch online über Drouot Live und Interenchères übertragen, sodass Bieter die Sitzung aus der Ferne verfolgen können. Interessierte Enthusiasten können auch ein schriftliches Gebot hinterlegen oder gemäß den vom Auktionshaus festgelegten Bedingungen eine telefonische Teilnahme beantragen.

Vor jedem Gebot ist es naturgemäß ratsam, die Verkaufsbedingungen, die verfügbaren Zustandsberichte, die geltenden Gebühren sowie etwaige zusätzliche, mit den Online-Plattformen verbundene Kosten zu konsultieren.
Der Moment der Versteigerung
Eine Uhrenauktion trägt stets eine besondere Emotion in sich. Uhren wechseln dort den Besitzer, ändern aber nie wirklich ihr Wesen. Sie setzen ihren Weg fort. Sie verlassen eine Sammlung, um sich einer anderen anzuschließen. Sie tragen einen Anteil an Technik, an Geschmack, an Erinnerung und mitunter an Geheimnis mit sich.

Am 7. Juli wird die Sammleruhrmacherei bei Millon also ihren Moment haben. Enthusiasten werden vermutlich mit Aufmerksamkeit den Durchgang der beiden F.P. Journe Lose verfolgen, und namentlich den der Élégante 48, eines zeitgenössischen und bereits höchst begehrenswerten Stücks. Doch jenseits dieser Höhepunkte ist es ein ganzer Katalog, der es verdient, mit Sorgfalt betrachtet zu werden.

Denn in der Uhrmacherkunst, wie so oft bei Auktionen, ist die schönste Überraschung nicht immer die, die man erwartet hat.
Häufig gestellte Fragen
Die Auktion „Horlogerie“ von Millon findet am Dienstag, dem 7. Juli 2026 um 14 Uhr in der Salle VV, 3 rue Rossini, 75009 Paris, im Drouot-Viertel statt.
Der Katalog versammelt Sammleruhren und horologische Objekte, von Taschenuhren bis zu Armbanduhren, darunter Marken wie Patek Philippe, Breguet, Rolex, Cartier, Vacheron Constantin, Jaeger-LeCoultre, Omega, Panerai, Zenith, Longines, Lip und Seiko, mit zahlreichen Losen zu zugänglichen Schätzungen.
Los 91 ist eine F.P. Journe Élégante 48 aus Titan (Referenz ELHT, um 2023, Kaliber 1210), geschätzt auf 60.000 bis 80.000 € mit Box und Papieren. Los 92 ist eine F.P. Journe Wanduhr um 2020, 40 cm Durchmesser mit zwei Quarzwerken, geschätzt auf 7.000 bis 8.000 €.
Die Élégante ist eine radikale elektromechanische Uhr: Ein Bewegungsdetektor auf dem Zifferblatt hält die Zeiger nach einer längeren Ruhephase an, um Energie zu sparen, während die Elektronik weiterhin die Zeit zählt, und die Zeiger positionieren sich automatisch auf die genaue Uhrzeit, sobald die Uhr wieder bewegt wird.
Eine öffentliche Besichtigung läuft am Montag, dem 6. Juli von 10 bis 18 Uhr und am Dienstag, dem 7. Juli von 10 bis 12 Uhr an derselben Adresse. Die Auktion wird online über Drouot Live und Interenchères übertragen, und Bieter können zudem ein schriftliches Gebot hinterlegen oder über das Auktionshaus eine telefonische Teilnahme beantragen.


