
Es gibt Uhren, die man auswählt. Und dann gibt es jene, die aus einer Begegnung entstehen, aus einer gemeinsamen Leidenschaft und aus einer Geschichte, die nur einem einzigen Sammler gehören konnte.
Bei Jaquet Droz ist das Einzelstück niemals eine bloße Personalisierungsübung. Es wird zu einem Dialog zwischen der Manufaktur, ihrem Kunden und der Welt, die seine Vorstellungskraft nährt. Ein Ansatz, der hier eine ganz besondere Dimension annimmt, mit einer Kreation, die für ein Mitglied des Supercar Owners Circle geschaffen wurde, eines renommierten Clubs, der Liebhaber außergewöhnlicher Automobile vereint.
Die Geschichte beginnt auf den kurvenreichen Straßen der Schweizer Alpen, setzt sich in den Ateliers von La Chaux-de-Fonds fort und mündet in einer Uhr, deren jedes Detail ein außergewöhnliches italienisches Automobil widerspiegelt. Ein 42 mm großes Tourbillon aus Plasma-Keramik, angetrieben vom Tourbillon 8 Jours, dessen Schwungmasse eine ebenso komplexe wie ikonische Felge nachbildet.
Eine Kreation, die in einer Nacht voller Skizzen entstand und einige Monate später zu einem wahren Einzelstück der Haute Horlogerie wurde.
Auf dieser Seite
- Wenn Automobil und Uhrmacherkunst dieselbe Sprache sprechen
- Eine in einer einzigen Nacht ersonnene Zeichnung
- Eine aus der Ferne verfolgte Kreation
- Ein Gehäuse aus Plasma-Keramik in Asphaltfarbe
- Das Tourbillon 8 Jours, mechanisches Herz des Einzelstücks
- Ein Zifferblatt, das den Blick in die Alpen entführt
- Das Detail, das nur der Besitzer kennt
- Eine außergewöhnliche Schwungmasse
- Eine Uhr, die um eine persönliche Leidenschaft herum entsteht
- Vom Oberalp Pass nach La Chaux-de-Fonds
- Das Einzelstück als Erlebnis
- Wenn die schöne Mechanik auf die Haute Horlogerie trifft
- Eine Uhr, so einzigartig wie ihr Besitzer
- Häufig gestellte Fragen
Wenn Automobil und Uhrmacherkunst dieselbe Sprache sprechen
Seit zwei Jahren begleitet Jaquet Droz den Supercar Owners Circle bei einigen seiner Treffen in der Schweiz.
Die Partnerschaft beruht auf einer recht natürlichen Nähe. Auf der einen Seite ein Uhrenhaus, das eine sehr persönliche Vision der Haute Horlogerie pflegt. Auf der anderen Seite ein Kreis von Sammlern, die ihre Leidenschaft für die exklusivsten Automobile verbindet.
In beiden Welten nimmt die Mechanik einen zentralen Platz ein.
Sie muss präzise und leistungsstark sein, aber auch Träger einer Emotion.
Diese gemeinsame Philosophie entfaltet ihren vollen Sinn bei den Treffen des SOC in der Region von Andermatt und am Oberalppass. Die Boliden stürmen über die Alpenstraßen, reihen Kurven und Höhenunterschiede aneinander, bevor sich Fahrer und Sammler an einem Tisch zusammenfinden.
Bei einem dieser Treffen erzählt ein Sammler dem Team von Jaquet Droz von seiner Leidenschaft für sein neues Automobil.
Ein italienischer Wagen mit einem V12, der einer besonders selten gewordenen Generation angehört, denn er zählt zu den letzten Supercars der Welt, die diese mechanische Architektur fortführen.
Ein Modell, das die Qualitäten einer großen GT mit dem Charakter eines echten Supercars verbindet.
Für die Designer von Jaquet Droz ist die Inspiration unmittelbar.
Eine in einer einzigen Nacht ersonnene Zeichnung

Die meisten Projekte der Haute Horlogerie erfordern lange Monate des Nachdenkens.
Dieses beginnt anders.
Nach dem Abendessen ziehen sich die Designer von Jaquet Droz zurück, um an mehreren Ansätzen zu arbeiten, welche die Automobilleidenschaft ihres Gesprächspartners übersetzen können.
Einige Stunden später sind die ersten Zeichnungen fertig.
Am nächsten Morgen entdeckt der Sammler die Entwürfe.
Die Anekdote könnte hier enden.
Sie markiert im Gegenteil den Beginn einer echten Zusammenarbeit.
Denn bei Jaquet Droz beschränkt sich ein Einzelstück nicht darauf, einer bestehenden Uhr einige dekorative Elemente hinzuzufügen. Der Besitzer nimmt am Entstehungsprozess teil, tauscht sich mit den Teams aus, bestätigt die Ausrichtungen und trägt Schritt für Schritt dazu bei, die Identität seiner Uhr zu bestimmen.
Das Projekt wird so zu einer echten Ko-Produktion.
Eine aus der Ferne verfolgte Kreation
Das Studio 8 von Jaquet Droz spielt in diesem Abenteuer eine zentrale Rolle.
Zwischen seinen Besuchen in La Chaux-de-Fonds kann der Sammler die Entwicklung seiner Uhr dank der im Atelier installierten 4K-Kameras verfolgen.
Prototyping, technische Entscheidungen, Weiterentwicklung der Komponenten: Jeder Schritt kann aus der Ferne beobachtet werden.
Diese Arbeitsweise spiegelt eine besondere Philosophie der Personalisierung wider.
Der Kunde wartet nicht einfach darauf, eine vom Haus ersonnene Uhr zu erhalten.
Er begleitet ihre Entstehung.
Er wird nach und nach zum aktiven Teil des kreativen Prozesses.
Eine Nähe, die perfekt zum Geist der Einzelstücke von Jaquet Droz passt.
Ein Gehäuse aus Plasma-Keramik in Asphaltfarbe

Sehr schnell trifft der Besitzer seine Entscheidungen.
Die erste Entscheidung betrifft das Gehäuse.
Sein Automobil verfügt über ein Chassis aus Aluminium, das Leichtigkeit und Steifigkeit begünstigt. Für seine Uhr möchte der Sammler dieses Streben nach Widerstandsfähigkeit und Leichtigkeit über ein besonders zeitgemäßes Material wiederfinden: die Keramik.
Jaquet Droz schlägt ihm daraufhin seine Plasma-Keramik vor.
Diese Technologie ermöglicht ein mattes und dezent sandgestrahltes Finish in einem asphaltgrauen Ton, der besonders stark an die Welt des Automobils erinnert.
Das Ausgangsmaterial ist jedoch weiß.
Es wird durch ein Verfahren umgewandelt, das einen Durchgang in einem Ofen bei über 20 000 °C erfordert und der Keramik ihr charakteristisches Aussehen und ihre charakteristische Färbung verleiht.
Die Wahl des Materials geht also weit über das rein Ästhetische hinaus.
Sie stellt eine direkte Verbindung zur Welt des Wagens her, der das Stück inspiriert hat.
Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 42 mm, eine Dimension, die zur mechanischen Präsenz des Tourbillon-Uhrwerks passt.
Das Tourbillon 8 Jours, mechanisches Herz des Einzelstücks

Für das Uhrwerk schien die Wahl fast selbstverständlich.
Als Liebhaber schöner Mechanik entscheidet sich der Sammler für das Tourbillon 8 Jours von Jaquet Droz.
Diese emblematische Komplikation des Hauses wird hier zum Herzstück einer Komposition, die weitgehend von seinem Automobil inspiriert ist.
Das Uhrwerk erhält ein galvanisch geschwärztes Finish, während das Tourbillon eine glänzende Politur bekommt.
Der Kontrast zwischen den beiden Oberflächen lässt den Regulator sich optisch vom Uhrwerk abheben.
Wie ein mechanisches Bauteil, das im Herzen eines Motors ganz natürlich den Blick auf sich zieht, wird das Tourbillon hier zum Konvergenzpunkt des Zifferblatts.
Die Konstruktion spielt zudem mit den beiden Farbtönen des Automobils des Sammlers, in einer Interpretation in Schwarz und Silber.
Ein Zifferblatt, das den Blick in die Alpen entführt
Das Zifferblatt bildet eines der weiteren großen Kapitel dieser Kreation.
Jaquet Droz greift auf seine traditionellen Kunsthandwerke zurück, um ein Dekor zu schaffen, das ausschließlich von Hand in Miniaturmalerei ausgeführt wird.
Das Motiv wird auf eine Saphirglasplatte gemalt, die über einem Zifferblattgrund aus Gold angebracht ist.
Das Dekor erzählt somit eine präzise Szene.
Im Vordergrund erscheint der Bolide in einer der legendären Kurven des Oberalppasses.
Im Hintergrund vervollständigen die schneebedeckten Gipfel von Andermatt die Landschaft.
Die Uhr wird so zu einer Art Miniaturfenster, das sich auf genau jene Kulisse öffnet, in der die Idee zu diesem Einzelstück entstand.
Die Wahl des Saphirglases trägt zu diesem Tiefeneindruck bei und lässt das Uhrwerk unter dem Dekor präsent bleiben.
Der Wagen wird also nicht einfach nur dargestellt.
Er wird in seine Umgebung zurückversetzt.
Das Detail, das nur der Besitzer kennt

Doch das Zifferblatt ist nicht der einzige Ort, an dem das Automobil in die Uhr übertragen wird.
Die eigentliche Herausforderung verbirgt sich hinter dem Gehäuse.
Und sie ist allein dem Blick des Sammlers vorbehalten.
Sein Wunsch war es, eine der Felgen seines Wagens auf der Schwungmasse des Uhrwerks nachzubilden.
Auf dem Papier mag die Idee relativ einfach erscheinen.
In Wirklichkeit stellt sie eine echte Herausforderung der Haute Horlogerie dar.
Diese Automobilfelgen besitzen eine besonders komplexe Architektur, die Legierung, aerodynamisches Profil und spezifische Geometrie vereint.
Die gelbe Nabenabdeckung bildet zudem eines ihrer identitätsstiftenden Elemente.
Diese Volumen im Maßstab eines mechanischen Rotors wiederzugeben, erfordert daher, die Konstruktion der Schwungmasse vollständig neu zu denken.
Eine außergewöhnliche Schwungmasse
Um der Schwungmasse eine ausreichende Effizienz zu erhalten, wählen die Handwerker von Jaquet Droz das Graugold.
Die sechs Arme dieser „schwingenden Felge“ nehmen eine besonders komplexe Geometrie an.
Sie sind auf mehreren Ebenen profiliert und entwickeln eine schraubenförmige Konstruktion.
Die Schwierigkeit liegt nicht allein in der visuellen Nachbildung der Felge.
Sie muss zugleich als echte Schwungmasse funktionieren.
Das Objekt muss also gleichzeitig zwei Anforderungen erfüllen: die für die Nachbildung des Autorads ersonnene Geometrie einhalten und die kinetischen Eigenschaften bewahren, die für den automatischen Aufzug des Uhrwerks nötig sind.
Das Ergebnis ist eine Schwungmasse, die weit über die bloße Dekoration hinausgeht.
Sie wird zu einer echten ästhetischen und mechanischen Komplikation.
Laut den Teams von Jaquet Droz wurde vom Haus noch nie ein Rotor von solcher Komplexität in der Haute Horlogerie gefertigt.
Eine Herausforderung, die diesem Einzelstück gerecht wird.
Eine Uhr, die um eine persönliche Leidenschaft herum entsteht

Dieses Projekt veranschaulicht eine besondere Art, an die Personalisierung in der Uhrmacherei heranzugehen.
Alles beginnt mit einer Leidenschaft.
Nicht mit einer bestehenden Referenz und auch nicht mit einer bloßen Farbkombination.
Ausgangspunkt ist ein Automobil und alles, was es für seinen Besitzer verkörpert: die Mechanik, die Leistung, die Materialien, die Linien, aber auch die Erinnerungen an die Alpenstraßen, auf denen es gefahren wird.
Jaquet Droz verwandelt diese Elemente nach und nach in eine uhrmacherische Sprache.
Die Plasma-Keramik erinnert an den Asphalt und das Streben nach Leichtigkeit.
Das Schwarz und das Silber erinnern an den Wagen.
Das Zifferblatt in Miniaturmalerei versetzt die Szene in die Alpen.
Das Tourbillon übersetzt die Faszination für die Mechanik.
Und die Schwungmasse wird buchstäblich zu einem Teil des Wagens, das in die Uhr übertragen wurde.
Vom Oberalp Pass nach La Chaux-de-Fonds
Es liegt etwas besonders Stimmiges im Werdegang dieser Kreation.
Sie entstand bei einem Automobiltreffen im Herzen der Alpen.
Sie ist von einem italienischen Wagen inspiriert, der ganz auf die mechanische Leistung ausgelegt ist.
Sie wird von den Designern von Jaquet Droz am Tag nach einem Abendessen gezeichnet.
Dann gelangt sie in die Ateliers von La Chaux-de-Fonds, wo die Handwerker diese Ideen nach und nach in uhrmacherische Komponenten verwandeln.
Der Oberalppass und die Ateliers im Jura werden so zu den beiden Enden ein und derselben Geschichte.
Auf der einen Seite das Automobil in Bewegung.
Auf der anderen Seite die uhrmacherische Mechanik in Bewegung.
Zwei Welten, die letztlich dieselbe Obsession teilen: die Präzision der Geste und die Schönheit der Mechanik.
Das Einzelstück als Erlebnis
Diese Kreation ruft vor allem in Erinnerung, was ein echtes Einzelstück von einer bloßen Sonderedition unterscheidet.
Eine limitierte Edition gibt eine Idee wieder, die für mehrere Sammler entworfen wurde.
Ein Einzelstück kann hingegen von einer Geschichte ausgehen, die nur einer einzigen Person gehört.
Im vorliegenden Fall besitzt jedes Element einen persönlichen Ursprung.
Die Wahl der Keramik.
Die Farben.
Die Landschaft.
Der Wagen.
Die Felge.
Bis hin zur Komplexität des Rotors.
Die Uhr wird so zu einer Art mechanischem Porträt ihres Besitzers.
Sie trägt nicht nur seinen Namen.
Sie erzählt einen Teil seiner Welt.
Wenn die schöne Mechanik auf die Haute Horlogerie trifft

Die Verbindung zwischen Jaquet Droz und dem Supercar Owners Circle findet hier einen besonders vollendeten Ausdruck.
Die beiden Welten begegnen sich, ohne dass die eine die Oberhand über die andere gewinnt.
Der Wagen inspiriert die Uhr, doch die Uhr bewahrt ihre eigene Sprache.
Das Tourbillon bleibt eine uhrmacherische Komplikation.
Die Miniaturmalerei bleibt ein Kunsthandwerk.
Die Plasma-Keramik zeugt vom Können des Hauses.
Und die Schwungmasse bleibt, so spektakulär sie auch sein mag, vor allem ein funktionales Bauteil des Uhrwerks.
Es ist diese Fähigkeit, eine Automobilleidenschaft in eine echte uhrmacherische Kreation zu verwandeln, die diesem Einzelstück seine ganze Einzigartigkeit verleiht.
Eine Uhr, so einzigartig wie ihr Besitzer
Jaquet Droz betont gern, dass jede Uhr so einzigartig ist wie derjenige, der sie trägt.
Diese Kreation ist wohl eine der wörtlichsten Veranschaulichungen dafür.
Ein Abendessen.
Eine Begegnung.
Einige in einer Nacht angefertigte Skizzen.
Ein italienischer Wagen mit V12-Motor.
Die Straßen des Oberalp.
Eine alpine Landschaft.
Ein Gehäuse aus Plasma-Keramik.
Ein Tourbillon 8 Jours.
Und eine Schwungmasse, die eine sechsarmige Automobilfelge nachbildet, deren Geometrie eine für das Haus beispiellose Fertigungsarbeit erforderte.
Am Ende dieses Weges ist die Uhr nicht mehr nur ein Objekt der Haute Horlogerie.
Sie wird zur mechanischen Erinnerung an eine Leidenschaft.
Und vielleicht ist genau das die wahre Definition eines Einzelstücks: eine Uhr, die niemand anderes tragen könnte, ohne dass ein wesentlicher Teil ihrer Geschichte verschwände.
Häufig gestellte Fragen
Ein Einzelstück: ein 42 mm großes Tourbillon aus Plasma-Keramik in Asphaltfarbe, entstanden aus der Automobilleidenschaft eines Sammlers und maßgefertigt in den Ateliers von La Chaux-de-Fonds.
Das Tourbillon 8 Jours von Jaquet Droz, dessen Schwungmasse eine ebenso komplexe wie ikonische Automobilfelge nachbildet.
Die Plasma-Keramik in einem asphaltfarbenen Ton, für ein Gehäuse von 42 mm.
Sie bildet die Felge eines außergewöhnlichen italienischen Automobils nach und spiegelt so die Welt wider, die die Uhr inspiriert hat.
Aus einer Begegnung bei einem Treffen des SOC in der Region von Andermatt und am Oberalppass, bei der ein Sammler seine Automobilleidenschaft mit Jaquet Droz teilte. Der Besitzer nahm anschließend über das Studio 8 der Manufaktur am Entstehungsprozess teil.



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