Es gibt Uhren, die man erkennt, noch bevor man ihren Namen auf dem Zifferblatt gelesen hat. Die DOXA SUB 300 gehört zweifellos zu dieser Kategorie. Ihr Kissengehäuse, ihre so eigenwillige Lünette, dieser mächtige Minutenzeiger und natürlich ihr berühmtes orangefarbenes Zifferblatt bilden seit fast sechzig Jahren eine sofort erkennbare Signatur.

Bei Passion Horlogère kennen wir diese Taucheruhr gut. Wir hatten sie insbesondere im Jahr 2021 einen Monat lang getragen, vom Schwimmbad bis zum Strand, vom Wandern bis in den Alltag, und dabei festgestellt, dass die SUB 300 über ihren Status als Tauchikone hinaus auch eine großartige Alltagsbegleiterin werden kann.
Fünf Jahre später kehrt DOXA zu ihrem ikonischen Modell zurück, mit einer Weiterentwicklung, die auf den ersten Blick fast unauffällig wirken könnte. Ihr Name: SUB 300 Ti5. Das Design bleibt vertraut, die Funktionen ebenfalls. Doch der Stahl weicht diesmal dem Titan Grade 5. Und diese schlichte Materialänderung könnte letztlich vieles verändern, sobald die Uhr am Handgelenk sitzt.

Auf dieser Seite
- Eine Geschichte, die 1967 begann
- Titan Grade 5 macht den Unterschied
- Dieselben Abmessungen, ein anderes Gefühl
- Nach wie vor eine echte SUB 300
- Professional, Sharkhunter, Caribbean, Redcoral…
- Whitepearl: Es werde Licht!
- Ein COSC-zertifiziertes Sellita SW200-1
- Das Dive Flex am Handgelenk
- Eine Ikone weiterentwickeln, statt sie neu zu erfinden
- DOXA SUB 300 Ti5, technisches Datenblatt
- Häufig gestellte Fragen
Eine Geschichte, die 1967 begann
Um diese neue SUB 300 Ti5 zu verstehen, muss man zwangsläufig ins Jahr 1967 zurückkehren. In jenem Jahr stellt DOXA eine Taucheruhr vor, die einer breiten Öffentlichkeit Lösungen zugänglich machen soll, die bis dahin im Wesentlichen den Profis vorbehalten waren. Die SUB 300 wird rasch bestimmte Codes durchsetzen, die heute untrennbar mit der Marke verbunden sind. Der erste ist selbstverständlich die Farbe. Zu einer Zeit, in der schwarze Zifferblätter bei Tauchinstrumenten nahezu konkurrenzlos herrschen, wählt DOXA ein leuchtendes Orange, dessen Ablesbarkeit unter Wasser damals eines der Hauptargumente darstellt. Diese funktionale Entscheidung wird nach und nach zu einer ästhetischen Identität.

Die andere Besonderheit findet sich rund um das Zifferblatt. Die berühmte einseitig drehbare Lünette, von DOXA patentiert, vereint zwei Informationen: die Tauchzeit und die Tiefe. Sie ermöglicht es dem Taucher damit, diese Daten mit den von der US Navy festgelegten Nullzeitgrenzen in Beziehung zu setzen. Fast sechs Jahrzehnte später bleibt diese Architektur das Herzstück der neuen Ti5. Und genau darin liegt zweifellos einer der Hauptreize dieser Uhr: DOXA versucht nicht, ihre SUB 300 neu zu erfinden. Die Marke möchte sie schlicht weiterentwickeln.

Titan Grade 5 macht den Unterschied
Die wesentliche Veränderung steckt also in den drei Zeichen, die dem Namen der Uhr hinzugefügt wurden: Ti5. Das Gehäuse besteht nun aus Titan Grade 5, ebenso wie der verschraubte Boden und die Krone. Dieses Material besitzt mehrere Eigenschaften, die besonders relevant sind, wenn es um die Konstruktion einer Taucheruhr geht. Es ist rund 40 % leichter als Edelstahl und bietet zugleich eine hohe mechanische Festigkeit sowie eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit. Meerwasser, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen gehören genau zu den Umgebungen, in denen dieses Material seinen vollen Nutzen entfaltet.

Titan Grade 5 kommt ebenso in derart anspruchsvollen Bereichen wie der Luftfahrt, dem Motorsport oder gewissen Anwendungen der Spitzentechnik zum Einsatz. Doch für den Uhrenliebhaber liegt sein unmittelbarster Vorteil woanders. Es genügt, eine Titanuhr am Handgelenk zu tragen, nachdem man ihr Pendant aus Stahl getragen hat, um es zu bemerken: Das Gefühl ist ein anderes. Und im Fall einer SUB 300 gewinnt das eine besondere Bedeutung.


Dieselben Abmessungen, ein anderes Gefühl
Denn DOXA hat die historischen Proportionen ihrer Taucheruhr praktisch nicht angetastet. Das Gehäuse behält so seine 42,50 mm Breite bei 45 mm Länge, während die Höhe mit 13,40 mm zurückhaltend bleibt. Auf dem Papier sind das Abmessungen, die den Lesern von Passion Horlogère bereits vertraut sind. Bei unserem Test der SUB 300 aus Stahl im Jahr 2021 hatten wir genau das Paradox dieser Uhr hervorgehoben. Trotz der Zahlen und einer Silhouette mit echter visueller Präsenz erwies sie sich getragen als erstaunlich kompakt. Ihr Kissengehäuse und die Art, wie sie sich ans Handgelenk schmiegt, trugen wesentlich zu diesem Gefühl bei.

Man stelle sich nun dieselbe Architektur vor, befreit von einem bedeutenden Teil ihres Gewichts. Genau darin liegt vermutlich die wahre Weiterentwicklung dieser Ti5. Sie will nicht so sehr anders aussehen. Sie soll sich vor allem anders anfühlen. Für eine Uhr, die ihren Besitzer einen ganzen Tag lang, beim Baden, beim Tauchen oder auf Reisen begleiten soll, erscheint der Komfortgewinn alles andere als nebensächlich.
Nach wie vor eine echte SUB 300
Im Übrigen bleiben die Grundlagen bestehen. Die Wasserdichtigkeit ist weiterhin bis 300 Meter gewährleistet, mit verschraubter Krone und verschraubtem Boden. Die Uhr behält ihr gewölbtes Saphirglas vom Typ „glass box“ mit Entspiegelung, dessen Form an die Gläser älterer Taucheruhren erinnert. Die einseitig drehbare DOXA-Lünette ist selbstverständlich weiterhin vorhanden, mit ihrer doppelten Anzeige von Tiefe und Tauchzeit. Die relativ zurückhaltende Öffnung des Zifferblatts und der große Minutenzeiger tragen ebenfalls zu dieser sofort erkennbaren Identität bei. Letzterer ist nicht aus ästhetischen Gründen überdimensioniert: Unter Wasser kommt es für den Taucher gerade auf das präzise Ablesen der verstrichenen Minuten an. Alle für das Tauchen nötigen Anzeigen profitieren zudem von Super-LumiNova®, um die Ablesbarkeit zu wahren, wenn das Licht knapp wird.

Wir haben es also weiterhin mit einem echten Instrument zu tun. Nur leichter.
Professional, Sharkhunter, Caribbean, Redcoral…
Eine DOXA ohne Farbe wäre vielleicht keine echte DOXA mehr. So legt die Schweizer Manufaktur ihre neue Ti5 in mehreren ihrer charakteristischsten Farbtöne auf. Die Professional bleibt naturgemäß die ikonischste. Mit ihrem orangefarbenen Zifferblatt verkörpert sie wohl im Alleingang das Bild, das viele Liebhaber sofort mit der Marke verbinden. Die Sharkhunter in Schwarz nimmt eine deutlich zurückhaltendere und im Alltag vielleicht auch vielseitigere Persönlichkeit an. Die Caribbean setzt auf ein tiefes Blau, das besonders gut zur maritimen Welt der Kollektion passt. Noch origineller kleidet sich die Redcoral in ein markantes Kirschrot, das einmal mehr zeigt, dass die Werkzeuguhr nicht zur Nüchternheit verdammt ist.




Die offizielle DOXA-Website zeigt derzeit sieben Konfigurationen, wobei sich bei der Redcoral und der Whitepearl insbesondere mit verschiedenen Armbandfarben spielen lässt. Doch unter all diesen Angeboten zieht eine Version besonders die Aufmerksamkeit auf sich.
Whitepearl: Es werde Licht!
Ihr Name ist Whitepearl. Bei Tag bietet ihr weißes Zifferblatt bereits einen recht spektakulären Kontrast zu den metallisch-grauen Tönen des Titans. Doch man muss warten, bis die Helligkeit nachlässt, um ihre Besonderheit wirklich zu verstehen. Denn diesmal hat sich DOXA nicht damit begnügt, Zeiger und Indizes mit Leuchtmasse zu überziehen: Das gesamte Zifferblatt ist mit weißem Super-LumiNova® überzogen.


Sobald das Licht verschwindet, erwacht dieses buchstäblich zum Leben. Die gesamte Fläche leuchtet auf und lässt die Zeiger und Anzeigen durch Kontrast hervortreten. Der Effekt ist zwar spektakulär, behält aber eine echte funktionale Berechtigung. Eine Taucheruhr muss ablesbar bleiben, wenn das Licht schwindet. Und statt Super-LumiNova® als bloß dekoratives Element zu betrachten, macht DOXA daraus hier das Zifferblatt selbst. Das ist clever. Und ungewöhnlich genug, um dieser Whitepearl eine ganz andere Persönlichkeit zu verleihen als den übrigen Mitgliedern der Familie.
Ein COSC-zertifiziertes Sellita SW200-1
Unter ihrem Titangehäuse bleibt DOXA einer bewährten mechanischen Architektur treu. Die SUB 300 Ti5 wird vom Sellita SW200-1 angetrieben, einem mechanischen Schweizer Automatikwerk, das mit 28 800 Halbschwingungen pro Stunde schlägt, also 4 Hz. Es verfügt über 26 Steine und liefert rund 38 Stunden Gangreserve. Diese Autonomie mag relativ klassisch erscheinen in einer Zeit, in der manche Werke die drei Tage deutlich überschreiten. Doch DOXA legt hier den Akzent auf etwas anderes: die Präzision.

Jedes Werk profitiert nämlich von einer vom COSC ausgestellten Chronometer-Zertifizierung, dem Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres. Die Werke werden unabhängig in verschiedenen Lagen und bei mehreren Temperaturen getestet, um ihre Ganggenauigkeit zu bewerten. Bei einer Uhr, die nach wie vor ihren Status als Instrument beansprucht, hat diese Zertifizierung offensichtlich mehr Bedeutung als ein bloßes Argument auf einem Datenblatt.

Das Dive Flex am Handgelenk
Weitere sichtbare Veränderung: das Armband. DOXA versieht diese Kollektion mit einem Dive Flex aus Kautschuk in gewebeähnlicher Textur, das in verschiedenen Farben passend zu den Zifferblättern angeboten wird. Die Wahl erscheint besonders stimmig zum Titan. Ein schweres Metallarmband hätte den durch das leichte Gehäuse angestrebten Vorteil teilweise zunichtegemacht. Der Kautschuk setzt diese Suche nach Komfort im Gegenteil fort und bleibt zugleich bestens für den Einsatz im Wasser geeignet.





Eine Dornschließe aus Titan Grade 5 rundet das Ganze ab, und der Bandanstoß bleibt bei 20 mm. Diese Konfiguration verstärkt zudem den zeitgemäßeren Charakter der Ti5, ohne das ursprüngliche Design der Uhr anzutasten.

Eine Ikone weiterentwickeln, statt sie neu zu erfinden
Die Versuchung ist groß, ein Modell, das sich den sechzig Jahren seines Bestehens nähert, unbedingt „modernisieren“ zu wollen. Neues Design, andere Proportionen, überarbeitetes Zifferblatt, umgekrempelte Silhouette… DOXA macht hier genau das Gegenteil. Bis auf wenige Details gleicht die SUB 300 Ti5 nach wie vor jener Uhr, die die Liebhaber seit Jahrzehnten kennen. Und das war vermutlich genau das Richtige.


Denn der Reiz des Titans zeigt sich nicht wirklich auf den Fotografien der Uhr. Er offenbart sich, wenn man sie ergreift, wenn man sie trägt, wenn man ihr Gewicht am Handgelenk nach und nach vergisst. Während unseres Monats mit einer SUB 300 im Jahr 2021 hatten wir uns bereits von der erstaunlichen Vielseitigkeit einer Uhr verführen lassen, die ursprünglich als Tauchinstrument konzipiert war. Sie hatte Strand, Schwimmbad, Wanderungen und alltägliche Aktivitäten mitgemacht, ohne je fehl am Platz zu wirken. Diese Ti5 scheint diese Philosophie ganz natürlich fortzuführen. Leichter, korrosionsbeständig, wasserdicht bis 300 Meter und weiterhin COSC-zertifiziert, bewahrt sie diesen sofort erkennbaren Charakter, der den Charme der SUB ausmacht.

Die DOXA SUB 300 Ti5 revolutioniert also keine Ikone. Vielleicht macht sie etwas Klügeres: Sie erlaubt ihr, weiterhin mit ihrer Zeit zu leben. Und fast sechzig Jahre nach ihrer Geburt ist das schon gar nicht schlecht.
DOXA SUB 300 Ti5, technisches Datenblatt
Gehäuse: Titan Grade 5
Abmessungen: 42,50 × 45,00 mm
Höhe: 13,40 mm
Bandanstoß: 20 mm
Glas: gewölbtes Saphirglas „glass box“ mit Entspiegelung
Boden: verschraubt aus Titan Grade 5
Krone: verschraubt
Wasserdichtigkeit: 300 Meter / 30 ATM
Lünette: einseitig drehbar, von DOXA patentiert, doppelte Skala Tiefe / Tauchzeit
Werk: Sellita SW200-1
Aufzug: automatisch
Zertifizierung: Chronometer COSC
Frequenz: 28 800 Halbschwingungen/Stunde, 4 Hz
Steine: 26
Gangreserve: etwa 38 Stunden
Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden, Datum bei 3 Uhr
Leuchtmasse: Super-LumiNova®; bei der Whitepearl vollständig leuchtendes Zifferblatt
Armband: Dive Flex aus Kautschuk in Gewebeoptik
Schließe: Dornschließe aus Titan Grade 5
Varianten: Professional, Sharkhunter, Caribbean, Redcoral und Whitepearl, sieben angebotene Konfigurationen
Preis: ab 2 990 €; die Whitepearl werden derzeit mit 3 090 € auf der europäischen DOXA-Website angezeigt.
Referenzen:
Professional Orange: 823.50.351.21
Sharkhunter Schwarz: 823.50.101.20
Caribbean Blau: 823.50.201.32
Redcoral Rot: 823.50.161.20
Whitepearl / Dive Flex schwarz: 823.50.011.20
Whitepearl / Dive Flex weiß: 823.50.011.23
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Häufig gestellte Fragen
Eine neue Version der ikonischen Taucheruhr SUB 300, deren Geschichte bis 1967 zurückreicht. Design und Funktionen bleiben dem Original treu, doch der Stahl weicht dem Titan Grade 5.
Eine spürbare Gewichtsreduzierung und ein anderes Gefühl am Handgelenk. Es ist ein renommiertes Material, das auch in der Luftfahrt und im Motorsport eingesetzt wird und die Robustheit bewahrt, während es die Masse verringert.
Das Gehäuse behält die historischen Proportionen der SUB 300 bei: 42,50 mm Breite, 45 mm Länge und 13,40 mm Höhe. Die Wasserdichtigkeit erreicht 300 Meter, mit verschraubter Krone und verschraubtem Boden sowie einem gewölbten Saphirglas vom Typ „glass box“.
Das Sellita SW200-1, ein COSC-zertifiziertes Schweizer Automatikwerk, das mit 28 800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) schlägt, über 26 Steine verfügt und rund 38 Stunden Gangreserve bietet.
In sieben Zifferblatt-Konfigurationen, die die Codes von DOXA aufgreifen: unter anderem Professional, Sharkhunter, Caribbean, Redcoral und Whitepearl. Die Whitepearl zeichnet sich durch ein vollständig mit Super-LumiNova® überzogenes Zifferblatt aus.



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