Mit der SUB Army 200T For Hodinkee Limited Edition kehrt DOXA zu einem der verborgensten Kapitel ihrer Geschichte zurück. Doch anstatt eine Militäruhr aus den späten 1960er Jahren identisch nachzubilden, haben die Marke und Hodinkee sich dafür entschieden, deren Geist zu bewahren und sie zugleich in das kompakte 39 mm Gehäuse der SUB 200T zu integrieren. Ein besonders folgerichtiger Ansatz für eine Uhr, die vor allem ein Instrument zum Tragen sein will.

Bei Passion Horlogère ist DOXA eine alte Bekannte. Die Schweizer Marke und ihre Taucheruhren begleiten unsere Seiten seit vielen Jahren, sei es die legendäre SUB 300, die Ankunft von DOXA auf dem französischen Markt, die Wiederkehr der Army oder, ganz aktuell, die der Clive Cussler gewidmete SUB 300 Ti5. All diese Themen erinnern daran, dass die Legitimität von DOXA nicht nur auf einem unverwechselbaren Design beruht, sondern auf einer Geschichte, die eng mit dem professionellen und militärischen Tauchen verbunden ist.

Die neue DOXA SUB Army 200T For Hodinkee Limited Edition fügt sich genau in diese Geschichte ein. Sie wurde am 30. Juli 2026 vorgestellt und markiert die erste Zusammenarbeit zwischen DOXA und Hodinkee. Mit nur 250 Exemplaren produziert, wird sie zum empfohlenen Verkaufspreis von 2 000 Dollar angeboten und exklusiv über das Hodinkee Ökosystem sowie bei Watches of Switzerland vertrieben.
Auf dieser Seite
- Vor der Army gab es die SUB
- Die Army, die andere militärische DOXA
- 2022: eine erste spektakuläre Wiedergeburt
- 39 mm: die wichtigste Veränderung ist vielleicht die einfachste
- Eine Patina, die erdacht wurde, noch bevor sie existiert
- Keine Dekompressionslunette
- Ein Sellita ohne Inszenierung
- Zwei Armbänder für zwei Persönlichkeiten
- Eine Zusammenarbeit, die dem bloßen Farbwechsel entgeht
- Technische Daten
- Häufig gestellte Fragen
Vor der Army gab es die SUB
Um diese Uhr zu verstehen, muss man fast sechzig Jahre zurückgehen. Mitte der 1960er Jahre arbeitet DOXA an der Entwicklung einer professionellen Taucheruhr, die auch für Hobbytaucher zugänglich sein soll. Unter dem Antrieb von Urs Eschle und mit der Mitwirkung von Spezialisten, darunter Claude Wesly, Weggefährte der Unterwasserabenteuer von Jacques-Yves Cousteau, entstehen die SUB 300 und SUB 300T.

Das Rezept ist heute berühmt: ein Kissengehäuse, ein großer Minutenzeiger, eine funktionale Lunette und vor allem jenes orangefarbene Zifferblatt, das zur Signatur wurde. Dabei handelt es sich damals nicht um eine bloße ästhetische Entscheidung: Versuche in den dunklen Gewässern der Schweizer Seen zeigen den ganzen Nutzen einer Farbe, die bei schlechten Lichtverhältnissen besonders gut sichtbar ist. Die SUB wird rasch zu einem der emblematischen Instrumente des modernen Tauchens.

Die militärische Geschichte beginnt praktisch gleichzeitig. Ende der 1960er Jahre stellt die Schweizer Armee ihre Einheit spezialisierter Taucher auf und übernimmt die SUB 300T Professional. DOXA gibt heute an, dass rund 146 Exemplare an Schweizer Taucher ausgeliefert wurden, bei denen die Uhr zu ihrer persönlichen Ausrüstung gehörte. Passion Horlogère hatte 2022 bereits einen ausführlichen Beitrag diesem Kapitel der Markengeschichte gewidmet.
Die Army, die andere militärische DOXA
Die DOXA Army stellt jedoch ein anderes Kapitel dar. 1969 entwickelt die Marke ein Modell, das speziell von den militärischen Anforderungen inspiriert ist. Das berühmte orangefarbene Zifferblatt weicht einem sandbeigen Zifferblatt, umgeben von einer grafischen Schachbrettminuterie. Das Gehäuse wiederum erhält eine mattschwarze Behandlung, die Reflexionen reduzieren soll.

Wir sind damals noch sehr weit von modernen PVD und DLC Beschichtungen entfernt. DOXA verwendet ein Stahloxidationsverfahren, das dem Gehäuse sein charakteristisches schwarzes Aussehen verleiht. Mit der Zeit und den Beanspruchungen im Dienst neigt diese Schicht dazu zu verschwinden, wodurch nach und nach der blanke Stahl wieder zum Vorschein kommt. Genau diese patinierten Exemplare sind zu einigen der gesuchtesten Vintage DOXA geworden.

Hodinkee präzisiert, dass diese Army in sehr kleinen Stückzahlen produziert wurde und hauptsächlich von Unterstützungspersonal getragen wurde, das der Kampftaucher-Einheit angeschlossen war, während Letztere ihre SUB 300T mit orangefarbenem Zifferblatt wegen deren hervorragender Ablesbarkeit gerne behielten. Eine wichtige historische Nuance: Die Army ist also nicht einfach eine in Beige und Schwarz umlackierte militärische SUB 300T. Sie besitzt eine eigene Identität. Und sie ist selten geworden. Sehr selten.
2022: eine erste spektakuläre Wiedergeburt
DOXA hatte diese Referenz bereits 2022 gemeinsam mit Watches of Switzerland wiederbelebt. Passion Horlogère hatte sie damals in seinen Seiten vorgestellt. Diese erste moderne Neuauflage wählte eine besonders demonstrative Interpretation mit einem 42,5 mm Gehäuse aus mattschwarzer Keramik, einer Wasserdichtigkeit von 300 Metern und einem COSC-zertifizierten Sellita SW200-1 Kaliber. Auf 100 Exemplare limitiert, versuchte sie, das unauffällige Erscheinungsbild des historischen Modells visuell wiederzugeben, indem der oxidierte Stahl durch ein deutlich zeitgenössischeres Material ersetzt wurde.


DOXA sollte anschließend eine dauerhafte Army Kollektion aus Stahl entwickeln, weiterhin in 42,5 mm, unter anderem mit Stahllunette und schwarzem Keramikinsert oder mit Bronzelunette und grünem Insert erhältlich. Die heute mit Hodinkee vorgestellte Uhr schlägt einen ganz anderen Weg ein.
39 mm: die wichtigste Veränderung ist vielleicht die einfachste
Die neue Army verzichtet auf das 42,5 mm Gehäuse zugunsten desjenigen der SUB 200T, die 2024 erschienen ist. Ihr Durchmesser sinkt damit auf 39 mm, bei nur 41,5 mm von Hornspitze zu Hornspitze und 10,7 mm Dicke. Abmessungen, die wir bereits beim Erscheinen dieser neuen SUB 200T Generation besonders geschätzt hatten und die einer sehr deutlichen Marktentwicklung hin zu kompakteren Taucheruhren entsprechen.



Diese Entscheidung verändert die Persönlichkeit der Army grundlegend. Es geht nicht mehr nur darum, eine spektakuläre Neuauflage eines historischen Militärinstruments zu besitzen. Diese neue Version wird zu einer Uhr, die man vernünftigerweise auch täglich tragen kann, sogar unter einem Hemdsärmel. Hodinkee schätzt, dass der gesamte Auftritt am Handgelenk im Vergleich zum Vintage Modell um rund 10 % abgenommen hat. Und wahrscheinlich genau dort erhält diese Zusammenarbeit ihren ganzen Sinn.

Eine Tool Watch hat nicht die Aufgabe zu beeindrucken, wenn sie in einer Box liegt. Sie soll denjenigen begleiten, der sie trägt.
Eine Patina, die erdacht wurde, noch bevor sie existiert
Die andere Besonderheit dieser Edition liegt in ihrer ästhetischen Umsetzung. Hodinkee hat nicht versucht, den sehr ausgeprägten Kontrast zwischen Beige und Schwarz der originalen Army exakt nachzubilden. Die Farben wurden bewusst abgemildert. Das Zifferblatt nimmt einen texturierten Sandton an, eingerahmt von der berühmten äußeren Schachbrettminuterie. Die Datumsscheibe ist auf ein bewusst verblasstes Grau abgestimmt, das Hodinkee schlicht „Hodinkee Grey“ nennt. Die charakteristischen großen orangefarbenen Zeiger von DOXA sorgen für den nötigen Kontrast und erinnern sofort an die DNA der Marke. Dieselbe Philosophie gilt für die Lunette. Entgegen dem allgemeinen Trend zur Keramik haben sich DOXA und Hodinkee für eloxiertes Aluminium entschieden. Die Wahl ist nicht nur wirtschaftlich oder nostalgisch bedingt: Aluminium kann Gebrauchsspuren bekommen, verkratzen und sich mit der Zeit verändern. Mit anderen Worten, es kann altern.

Die Minutenmarkierungen wurden bei der Eloxierung sogar bewusst ausgespart, damit stellenweise die kreisförmige Struktur des gebürsteten Aluminiums sichtbar bleibt. Die gravierten Zahlen und das Orientierungsdreieck erhalten Super-LumiNova Old Radium, ebenso wie die Indizes des Zifferblatts. Die Idee ist durchaus reizvoll: von Anfang an das Erscheinungsbild einer Uhr zu vermitteln, die bereits mehrere Jahre voller Abenteuer hinter sich hat, und es dem Besitzer dann zu ermöglichen, seine eigene Patina hinzuzufügen.
Keine Dekompressionslunette
DOXA-Liebhaber werden sofort einen weiteren Unterschied bemerken. Die berühmte „No Deco“ Skala, die so eng mit den SUB Modellen der Marke verbunden ist, weicht hier einer konventionellen 60 Minuten Graduierung. Dies ist kein von Hodinkee auferlegtes ästhetisches Zugeständnis, sondern eine direkte Erinnerung an die historische militärische Spezifikation der Army. Das Gehäuse der SUB 200T führt zudem zum Verzicht auf das Helium-Ventil. Sie bleibt dennoch bis 200 Meter wasserdicht, was dem Ganzen eine echte Taucherbestimmung erhält und zugleich die kompakte Dicke von 10,7 mm bewahrt. Auch hier hat Stimmigkeit Vorrang vor technischer Übertreibung.

Ein Sellita ohne Inszenierung
Unter dem gravierten Vollboden arbeitet das sehr bekannte Sellita SW200-1a in der Elaboré-Ausführung, dekoriert von DOXA. Das automatische Kaliber arbeitet mit 28 800 Halbschwingungen pro Stunde, verfügt über 26 Rubine und liefert eine Gangreserve von rund 38 Stunden. Es zeigt Stunden, Minuten, Sekunden und Datum an. Kein Saphirboden. Kein für die Fotografie zur Schau gestelltes Werk. Eine Entscheidung, die perfekt zu einer Uhr passt, die ihre Herkunft als Instrument für sich beansprucht. Ihr Werk ist da, um zu funktionieren, geschützt hinter einem geschlossenen Boden. Dieses Kaliber hat natürlich nichts Exotisches an sich, und manche mögen seine 38 Stunden Gangreserve im Jahr 2026 als bescheiden empfinden. Doch seine Verbreitung, seine Einfachheit und seine leichte Wartung entsprechen letztlich recht gut der Philosophie einer echten Tool Watch.



Zwei Armbänder für zwei Persönlichkeiten
Die Uhr wird an einem sandfarbenen Kautschukarmband geliefert, kombiniert mit einer Faltschließe aus Stahl mit Zahnstangen-Verlängerung für den Taucheranzug. Ein zweites graues NATO-Armband wird mitgeliefert. Mit 18 mm Bandanstoßbreite lässt sich die kleine Army auch problemlos mit anderen Armbändern kombinieren, was ihren Charakter als Alltagsuhr weiter stärken dürfte.
Eine Zusammenarbeit, die dem bloßen Farbwechsel entgeht
Uhrmacherische Kooperationen gibt es heute unzählige. Viele beschränken sich darauf, eine Zifferblattfarbe zu ändern, eine Signatur hinzuzufügen und eine Produktion künstlich zu limitieren. Diese DOXA ist interessanter. Hodinkee hat ein ganz besonderes historisches Modell genommen und es dem angenähert, wonach ein Liebhaber heute tatsächlich suchen könnte: einen vernünftigen Durchmesser, eine geringe Dicke, eine sofort erkennbare Ästhetik und genug Persönlichkeit, um sich nicht mit der regulären Kollektion zu verwechseln.

Vor allem verändert die Verkleinerung des Gehäuses das Wesen der Army nicht. Sie gibt ihr vielleicht sogar einen Teil ihrer Daseinsberechtigung zurück. Denn hinter der militärischen Geschichte, der Sandfarbe und dem Reiz der Patina bleibt eine sehr einfache Idee bestehen: die einer Uhr, die dafür gemacht ist, getragen, zerkratzt, nass und benutzt zu werden. Mit 2 000 Dollar liegt die DOXA SUB Army 200T For Hodinkee Limited Edition über einer klassischen SUB 200T, bewegt sich aber weiterhin im Preisumfeld der aktuellen Army-Modelle aus Stahl. Ihre Produktion von 250 Exemplaren und ihr exklusiver Vertrieb dürften die Sammler der Marke natürlich interessieren.

Für Passion Horlogère, das DOXA schon lange verfolgt und bereits über die Rückkehr der Army im Jahr 2022 berichtet hatte, stellt diese neue Interpretation vor allem eine besonders folgerichtige Entwicklung dar.
Weniger imposant, weniger demonstrativ, auf den ersten Blick vielleicht sogar weniger „militärisch“, könnte sie paradoxerweise eine der modernen Army-Uhren sein, die der ursprünglichen Idee der Tool Watch am treuesten bleibt: ein Instrument, das man am Ende nicht mehr ablegt.

Technische Daten
Modell: DOXA SUB Army 200T For Hodinkee Limited Edition
Referenz: 804.10.031.29-SE17
Edition: 250 Exemplare
Gehäuse: Edelstahl 316L
Durchmesser: 39 mm
Länge Horn zu Horn: 41,5 mm
Dicke: 10,7 mm
Bandanstoßbreite: 18 mm
Glas: flaches Saphirglas mit innenliegender Entspiegelung
Boden: verschraubter Stahl, spezifische Gravur
Zifferblatt: texturiertes Sand mit grauer äußerer Minuterie
Leuchtmasse: Super-LumiNova Old Radium
Lunette: eloxiertes graues Aluminium, unidirektionale Drehung, 60 Minuten Graduierung
Werk: Sellita SW200-1a Elaboré, automatisch, dekoriert von DOXA
Frequenz: 28 800 Halbschwingungen/Stunde, 4 Hz
Rubine: 26
Gangreserve: circa 38 Stunden
Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden, Datum
Wasserdichtigkeit: 200 Meter, 20 ATM
Hauptarmband: sandfarbener Kautschuk
Zusatzarmband: graues NATO
Schließe: Faltschließe Stahl mit Verlängerung für Taucheranzug
Angekündigter Preis: 2 000 USD
Vertrieb: Hodinkee / Watches of Switzerland
Um das Universum von Doxa wiederzuentdecken
Häufig gestellte Fragen
Eine auf 250 Exemplare limitierte Edition, die erste Zusammenarbeit zwischen DOXA und Hodinkee, die das militärische Army-Modell von DOXA im kompakten 39 mm Gehäuse der SUB 200T wiederbelebt.
Sie bewahrt den Geist der militärischen DOXA-Uhr aus den späten 1960er Jahren, anstatt sie zu kopieren, und überträgt die Army-Legende in ein modernes Alltagsformat.
Sie ist auf 250 Exemplare limitiert, kostet 2 000 US-Dollar und wird exklusiv über das Hodinkee-Ökosystem und bei Watches of Switzerland verkauft.
Ein 39 mm Gehäuse, 200 Meter Wasserdichtigkeit, ein automatisches Sellita-Werk und insbesondere keine Dekompressionslunette, mit einer bereits vorweggenommenen künstlichen Patina.
Sie wurde am 30. Juli 2026 präsentiert.



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